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Kleve: Schüler diskutieren im Rathaus über die Stadt der Zukunft

Jugendparlament : Schüler fragen bei Debatte: Wem gehört die Stadt?

Einladung der Hochschule Rhein-Waal Debatte im Rathaus über die Stadt der Zukunft. Wissenschaftler beraten die Schüler.

Das disziplinierte, so ungemein sachlich diskutierende Schülerparlament der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) mit Oberstufenschülern aus dem Kreis Kleve tagt wieder. Am kommenden Sonntag lautet das Thema der parlamentarischen Debatte „Wem gehört die Stadt?“

Um 10.30 Uhr startet sie im Ratssaal der Stadt Kleve, Rathaus, Minoritenplatz 1. Die aus dem Abwägen des Für und Widers gezogene Resolutionen soll um 14 Uhr an gleicher Stelle übergeben werden. Eingeladen zu dem Thema hat die Fakultät Technologie und Bionik der Hochschule Rhein-Waal Schüler von weiterführenden Schulen aus dem Kreis Kleve. Begrüßt werden sie von der Bürgermeisterin Sonja Northing, die für das Jugendparlament die Schirmherrschaft übernommen hat.

Die Schüler wollen, so HSRW-Sprecherin Gabriele Stegers, die drägenden Fragen der Zeit klären: Wie lebt und arbeitet man in Zeiten des demographischen Wandels und der Digitalisierung? Wem gehört der öffentliche Raum? Wie gestalten wir unser Wohnen im 21. Jahrhundert? Was bedeutet eine „Smart City“ für die Bewohner? Können Bürger in die Gestaltung der Städte stärker einbezogen werden?

„Zuvor haben die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren zwei Tage lang die Möglichkeit, gemeinsam mit Expertinnen und Experten diese Debatte intensiv vorzubereiten“, sagt Stegers. Für das Thema „Stadt als Living Lab“ werden sie von Dr. Rolf Becker, Professor für Physik mit dem Schwerpunkt Sensorik und Mechatronik an der Hochschule Rhein-Waal, begleitet. Für die Fragestellung „Wie wollen wir wohnen?“ konnte Christine Behrens, Architektin und Geschäftsführerin der Klever Reppco Architekten GmbH gewonnen werden. Das Thema „Smart City – die vernetzte Stadt“ betreut Dr. Andy Stamm, Professor für Elektronik und Embedded Systems an der Hochschule Rhein-Waal. Alle Themen weisen einen lokalen Bezug auf. Den Teilnehmenden ist es aber freigestellt, welchen Schwerpunkt sie in ihrer Debatte setzen möchten.

Begleitet wird die Veranstaltung von einem Moderatorenteam aus Studierenden der Frankfurter Goethe-Universität, die das Format auch schon auf Europa-Ebene moderiert haben. „Gemeinsam mit diesem Team sowie den Expertinnen und Experten bearbeiten die Jugendlichen in drei Gruppen ihr jeweiliges Thema. Am Ende gilt es, eine Resolution zu verfassen, welche in der abschließenden parlamentarischen Debatte diskutiert und verabschiedet werden soll“, so Stegers. Das daraus entstandene Resolutionsheft wird anschließend der Stadt Kleve überreicht – auch als Denkanstoß für Verwaltung und Politik.