1. NRW
  2. Städte
  3. Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort im Pakt für Informatik

Pilotprojekt für Bildung in Kamp-Lintfort : Kamp-Lintfort im Pakt für Informatik

Die Schüler werden in Pilotprojekten an das Programmieren herangeführt. Die Pilotphase unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen mit 500.000 Euro. In Kamp-Lintfort entsteht eine Oline-Börse, auf der Open-Source-Produkte zum Nachbau angeboten werden.

(aka) Der „FabStore“ des ZDI-Zentrums an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort gehört zu fünf Pilotvorhaben in NRW, die der Pakt für Informatik fördert. Hier arbeiten Schul- und Wirtschaftsministerium mit der IHK, unternehmer.nrw, dem Branchenverband Bitkom und der Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ daran, dass Kinder und Jugendliche ab Sekundarstufe I das Programmieren erlernen und mit Hilfe von Algorithmen Probleme lösen.

Grundlage der Bildungsmaßnahme sind Elemente informatischer Grundbildung gemäß dem Medienkompetenzrahmen NRW des Schulministeriums. Das Programmieren einer App, digitale Fertigungsmethoden oder der Einsatz von Virtual Reality: Im Pakt für Informatik arbeiten Unternehmen und Schulen außerhalb des Unterrichts praxisnah zusammen, um die Lernprozesse der Schüler in den Bereichen Informatik und Digitalisierung zu unterstützen. In fünf Netzwerken in ganz Nordrhein-Westfalen erwerben die Fachkräfte von morgen so bereits frühzeitig IT-Kenntnisse.

Die Pilotprojekte in Köln, Kamp-Lintfort, Bottrop und Oberhausen, Gütersloh und Südwestfalen haben nach den Sommerferien 2020 begonnen und sind zunächst auf zwei Schuljahre ausgelegt. Die Pilotphase unterstützt das Land mit 500.000 Euro. In dem Vorhaben „FabStore“ entsteht eine Online-Börse, auf der Open-Source-Produkte zum Nachbau angeboten werden. Diese Produkte können in Workshops oder Projektkursen sowie in Schulen und Schülerlabors verwendet werden. Auch Produkte, die zuhause nachgebaut werden können, sind geplant. Mit dem Nachbau erlernen die Kinder und Jugendlichen digitale Fertigungsmethoden: Das sind Design- und Fertigungsverfahren, bei denen Daten direkt zur Steuerung von Anlagen (3D-Drucker, CNC-Fräsen, Lasercutter) verwendet werden, um verschiedene Teilchen zu erschaffen.

  • Ab Montag starten in Grund- und
    Coronavirus in Kamp-Lintfort : Kamp-Lintfort übernimmt Route als Lolli-Test-Fahrer
  • Marc Bergmann  (rechts) schult inzwischen regelmäßig
    Imkern am Niederrhein : Bienenfreund sucht Mitstreiter für „Kamp-Lintfort summt“
  • Die feinen Haare der Raupe eines
    Giftige Raube : Wie und wo Kamp-Lintfort gegen den Prozessionsspinner vorgeht

Die Projektumsetzung erfolgt in Unternehmen, an Schulen im Rahmen außerunterrichtlicher Projektkurse oder im Schülerlabor an der Hochschule. Minister Andreas Pinkwart erklärte dazu am Montag: „In Deutschland fehlten Ende 2020 rund 86.000 IT-Fachkräfte. Dieser Mangel betrifft die gesamte Wirtschaft ebenso wie die Schulen, die Wissenschaft und die Verwaltung. Umso wichtiger ist es, Schüler schon frühzeitig für Technik, Naturwissenschaften und Informatik zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich Fachkenntnisse anzueignen. Ministerin Yvonne Gebauer: „Der Pakt für Informatik verfolgt einen gewinnbringenden Ansatz, bei dem unsere Schulen mit Experten aus Forschung und Praxis zusammenarbeiten.“