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Werner Lehmann aus Kempen wird 100 Jahre alt

100. Geburtstag von Werner Lehmann : Ein Pionier der Nachrichtentechnik

Werner Lehmann vollendet am Samstag sein 100. Lebensjahr. Seit 2014 lebt er im Kempener St.-Peter-Stift.

Sein 100. Lebensjahr vollendet am Samstag, 28. September, Werner Lehmann. „Ich fühle mich gesund“, sagt der Bewohner des St.-Peter-Stiftes im Kempener Süden. Am kommenden Dienstag, 1. Oktober, um 10.30 Uhr richtet seine Familie für ihn einen Empfang in der Kapelle des Altenheims an der Auguste-Tibus-Straße aus.

Werner Lehmann erblickte im Herbst 1919 in der Sächsischen Schweiz bei Pirna das Licht der Welt. Mit vier Geschwistern wuchs er an der Elbe auf. Auf Wunsch des Vaters, der Landbriefträger war, lernte Lehmann Elektromechaniker. 1940 wurde er kriegsbedingt zur Marine eingezogen, wo er als Funker und Nachrichtentechniker im norddeutschen Raum eingesetzt wurde.

In der schweren Nachkriegszeit musste er in Detmold im ostwestfälischen Lipperland zunächst als Dorfschutzmann Dienst tun. Doch auch da wurde seine Begabung schnell erkannt: Lehmann wurde als Fernschreibmechaniker eingesetzt und entwickelte die Nachrichtentechnik auf NRW-Ebene entschieden weiter. So hat er den ersten computergesteuerten Fernschreiber und das berühmte grüne Notruftelefon „Polizei-Feuer“ mit der Alarm-Sirene on top mitkonzipiert. Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik ist ihm 1979 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden. In diesen Jahren lebte die Familie in Essen.

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Auch privat hat Werner Lehmann immer den geradlinigen Weg gewählt. 1946 heiratete er auf Fehmarn die von dieser Ostseeinsel stammende Paula Witt. Das Paar bekam drei Kinder und hat mittlerweile drei Enkel und zwei Urenkel. Seine Ehefrau ist leider schon tot. Der Sohn Christoph, der in Neukirchen-Vluyn lebt, kümmerte sich um eine gute Unterbringung für den Vater. Nun lebt Werner Lehmann seit 2014 im St.-Peter-Stift. Im grünen und ruhigen Kempener Süden fühlt sich der Jubilar sehr wohl. Seine geistige Frische erlaubt es ihm, Sudoku zu spielen und in der Gymnastikgruppe und im Singkreis mitzumachen. Weil die Sehkraft nachgelassen hat, liest und schreibt Werner Lehmann an einem speziellen Lesegerät in seinem behaglichen Zimmer. „Klopf Holz, dass ich weiter so fit bleibe“, sagt der im Altenstift allseits beliebte Jubilar, der allerdings durch eine Diabeteserkrankung ein Bein verlor.