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Kamp-Lintfort: Künstler und Gastronome sorgen für Kunst und Genuss

Flanieren und Bummeln in Kamp-Lintfort : Kunst und Genuss locken Besucher in die Altstadt

Die Veranstaltung der Aktionsgemeinschaft Altstadt lud Besucher am Samstag auf die Moerser Straße in Kamp-Lintfort. Zwölf Aussteller präsentierten ihr handwerkliches wie künstlerisches Können. Warum die Moerser Straße wieder zur Flaniermeile wurde.

Die Aktionsgemeinschaft Altstadt sorgte mit zwölf Ausstellern auf Moerser Straße in Kamp-Lintfort für eine Neuauflage von „Kunst und Genuss“. Der Duft von gebratenen Gambas lag in der Luft, Wein, Cocktails schmeckten wie auch Kaffeespezialitäten. Norbert Büsch war mit seinem mobilen Backofen in Aktion und bot Emmer-Dinkel-Honigbrot an. An den Verkaufsständen zwischen Busbahnhof und Friedrichstraße fachsimpelten die Kunden und staunten über die Angebote aus eigener Produktion. Handmade ist hier das Markenzeichen und wird strikt eingehalten.

Für die Organisatoren der Aktionsgemeinschaft, Angelika Sturmeit und Andreas Wiesner, ein gutes Zeichen. „Unser Straßenabschnitt ist durchgehend belebt. Die Leute freuen sich, wieder Veranstaltungen zu besuchen und dass sie wieder etwas unternehmen können“, so ihre Beobachtungen. Eigentlich hat die beliebte Veranstaltung im Kalender Anfang Juni ihren Platz. In der neuen Zeitrechnung „vor Corona“ beteiligten sich noch 30 Aussteller. „Wir haben den Termin bewusst an das Ferienende gelegt. So hatten wir mehr Zeit zur Vorbereitung und vor allem Sicherheit. Corona ist nicht vorbei“, sagte Angelika Sturmeit.

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Zwei Aussteller sagten krankheitsbedingt ab. Das Ferienende allerdings sorgte für ein dichtes Netz an Veranstaltungen, auch in der Hochschulstadt. Andreas Wiesner: „Auch wenn so viel parallel stattfindet, kommen die Gäste zu uns. Das spricht für sich.“ Neue Aussteller konnte das Event ebenfalls melden, wie aus Engelskirchen Likörspezialitäten aus eigener Produktion in extravaganten Flaschen. Erstmals mit dabei war auch Juliana Thomsen aus Moers. Ihr Motto: „Ich knüpf dir die Welt, wie sie dir gefällt.“ Trendiges Makramee zeigte sie wie auch Betondeko. „Der Hit ist heute ist die Tellerampel. Die Menschen sind sehr interessiert und vor allem guter Laune“, so die Moerserin.

Genähtes mit viel Ruhrpottherz präsentierte Andrea Wiemers aus Bochum. Hingucker waren ihre Ruhrpottsprüche auf Taschen, Lätzchen aus Grubentuch, Turn- und Gedönsbeutel wie Impfpasshüllen. „Dass noch so viel Ruhrpott läuft, zeigt doch unsere Verbundenheit zur Heimat. Schön ist für mich, wenn die Leute mit einem Lachen sich das Sortiment anschauen.“ Schmuck aus Besteck, Taschen für den Rollator, kleine Kunstwerke aus Papier und Schmuckkarton lockten. Für den Künstler Harald Gayk steht nicht der Verkauf im Vordergrund, „sondern das Gespräch und das Netzwerken“, sagte der Kamp-Lintforter. Für Elisabeth Hillmann war „Kunst und Genuss“ ebenfalls ein Heimspiel. Taschen mit Wechselklappen, Mäppchen und Gürteltaschen sind nur einige Beispiele zum Thema textile Behältnisse.

Dass die Besucher sich mehr kulinarische Angebote wünschte, versteht Andreas Wiesner: „Gerade die Gastronomie hat es aktuell aber schwer, zusätzliches Personal in der Ferienzeit zu finden. An Veranstaltungen wie Kunst und Genuss würden sie teilnehmen, schaffen es aber Personal-bedingt nicht neben ihrem laufenden Betrieb.“