Kaarst: Simon Schubert und Cosima Hawemann stellen in Büttgen aus

Ausstellung in Büttgen : The Voice of Lobster“ – faszinierende Kunst

In Büttgen sind bis zum 16. Juni Arbeiten der Künstler Cosima Hawemann und Simon Schubert zu sehen.

Der Titel gibt Rätsel auf. „Er ist geheimnisvoll, mythisch. Und das was die Künstler zeigen, ist es auch. Ihre Arbeiten entführen in andere Welten“, erklärt Kulturausschussvorsitzender Wolfgang Reuter zur gut besuchten Vernissage im Rathaus Büttgen die Bedeutung des Titels „The Voice of Lobster“. Die international aktiven Künstler Cosima Hawemann und Simon Schubert aus Köln haben sich der Geschichte „Alice im Wunderland“ angenommen, lassen uns hinter imaginäre Spiegel schauen und beschäftigen sich mit dem Dahinter. „Die Faszination für eine Parallelwelt, welche ‚hinter den Spiegeln‘ zu unserer Realität liegt, ist beiden Künstlern eigen“, erklärt Kuratorin Julia Ritterskamp. Sie kennt die Vielfalt der Arbeiten und spricht den „gemeinsamen Unterklang“ an: „Er liegt nicht im Vergleich der Werke, er liegt viel tiefer.“

Cosima Hawemann, die bei den Professoren Jörg Immendorff, Helmut Federle und A. R. Penck an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, zeigt aus der Kombination von Malerei und Foto entstandene Arbeiten.  „Aufnahmen – beispielsweise aus der Modewelt – werden eingescannt, digital bearbeitet, auf Spezialpapier ausgedruckt und dann mit Acrylfarbe und Pigmenten übermalt“, erklärt die Künstlerin. Die Figuren – zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – scheinen aus einer anderen Welt zu kommen. „Cosima Hawemann jongliert mit verschiedenen künstlerischen Techniken“, ergänzt Julia Ritterskamp und macht damit auf ebenfalls ausgestellte Papier-Arbeiten aufmerksam. Sie werden mit einem anthrazitfarbenen Künstlerrahmen präsentiert – angepasst an die Skulpturen des Partners Simon Schubert.

Schubert studierte Bildhauerei und bringt das Vernissage-Publikum zum Staunen. Die aus Holz – bearbeitet mit Lack und Graphit – bestehenden Installationen fordern zum Erforschen auf. Türrahmen haben sich geheimnisvoll verknotet, ein Zargenknäuel lädt zum Entwirren ein und die im Raum stehende Tür möchte geöffnet werden. Allerdings müssen sich Neugierige mit Türspionen begnügen, die den Blick in einen Wald freigeben. Ein großes Holzhaus ist um 90 Grad gekippt und steht absurd auf einer der Seitenflächen. Insgesamt wird eine fiktive Welt voller Absurdität gezeigt – absolut sehenswert. Umrahmt wurde die Vernissage von „Merzouga“ mit der Computermusikerin Eva Pöpplein und dem E-Bassisten Janko. Die Klänge sind geheimnisvoll. So könnte sich die „Voice of the Lobster“ anhören.

Die Ausstellung ist bis zum 16. Juni immer Montag bis Mittwoch 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 12 und Sonntag 11 bis 17 Uhr in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen zu sehen.

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