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Kaarst: Neuer Bücherschrank in Büttgen "eröffnet"

Nach Kaarster Vorbild : Bücherschrank in Büttgen „eröffnet“

Nach Kaarst, Vorst und Driesch gibt es jetzt auch in Büttgen einen Bücherschrank. Gebaut wurde er von Norbert Frommen von der Senioreninitiative.

Im Jahr 2013 war eine Telefonzelle im Maubishof zum Bücherschrank umfunktioniert worden, es folgten im Laufe der Jahre öffentliche Bücherschränke in der Grünen-Geschäftsstelle, auf dem Lammertzhof und in Vorst – und am Mittwoch wurde der Bücherschrank in Büttgen „eröffnet“.

Jeder an Literatur Interessierte darf dort Bücher entnehmen oder hinzufügen. Was nicht erwünscht ist: Dass alte Schmöker, die keiner mehr lesen will, in einem der Bücherschränke entsorgt werden. Bürgermeisterin Ursula Baum verriet: „Bücher sind für mich mit das Wichtigste im Leben.“ Ein kurzer Blick genügte für folgende Erkenntnis: „Hier ist so ziemlich alles vertreten.“ Und die Bürgermeisterin lobte die Kooperation von Senioreninitiative, Seniorenbeirat und Anthemon, einem Verein für Kunst und Kultur, der auf Initiative der Kaarster Grünen gegründet worden war.

Erwin Popien (81), früheres SPD-Ratsmitglied, und Uwe Intze (77) hatten das Projekt in Büttgen angestoßen und übernehmen die Funktion der Schrankwärter. Diese Rolle hat Popien bereits in Kaarst übernommen. Dort hat er keinen leichten Stand. „Er wird dort immer wieder angepöbelt, wenn er dafür sorgt, dass aus der Telefonzelle keine Müllhalde wird“, erklärt Baum. Intze verriet, dass drei Damen die Bereitschaft erklärt haben, ein Auge auf den Schrank in Büttgen zu werfen. Der steht vor Regen geschützt unter dem Büttger Rathaus, gleich neben dem Eingang zur Polizei.

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Das Material für den Schrank hat der Seniorenbeirat zur Verfügung gestellt. Norbert Frommen als Mitglied der Senioreninitiative hatte rund zehn Stunden Zeit und handwerkliches Können investiert und den Schrank aus Siebdrucksperrholz gezimmert. „Das ist stabil und wetterfest“, erklärte Frommen, der als Dreingabe auch noch rund drei Dutzend Bücher gespendet hatte.