Erweiterungsprojekt am GBG in Vorst Welches Tattoo Kaiserin Sissi auf ihrem Nacken hatte

Vorst · Begabte Unter- und Mittelstufenschüler des Georg-Büchner-Gymnasiums haben beim Erweiterungsprojekt verschiedene Themen bearbeitet. Unter anderem fanden zwei Schülerinnen interessante Fakten über Tattoos heraus.

 Die beiden zwölfjährigen Paula und Theresa haben einen Vortrag über Tattoos gehalten und interessante Fakten vorgelegt.

Die beiden zwölfjährigen Paula und Theresa haben einen Vortrag über Tattoos gehalten und interessante Fakten vorgelegt.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Mentorin Esther Wegener und die Betreuerin des sogenannten Erweiterungsprojekts, Jasmin Drespa, waren glücklich und stolz: Der Präsentationsabend der besonders begabten Unter- und Mittelstufenschüler des Georg-Büchner-Gymnasiums war auch für die Eltern und Großeltern eine höchst lehrreiche Veranstaltung. Den Vorträgen zu folgen, war mitunter für die Erwachsenen eine intellektuelle Herausforderung.

Dem Vortrag der zwölf Jahre alten Paula Konnertz lauschten unter anderem ihre beiden in Büttgen bekannten Großväter Günter Konnertz und Franz-Josef Kallen. Die Schülerin hatte Interessantes zum Thema Tattoos herausgefunden. „Welches Tattoo hatte Kaiserin Sissi auf ihrem Nacken?“ Die Antwort: Sie hatte sich einen Anker tätowieren lassen. Paula Konnertz warnte vor gesundheitlichen Schäden, verursacht durch Giftstoffe wie Arsen, Nickel und Kobald. Isabel Evertz hatte alles über Guppys, die beliebten Zierfische, zusammengetragen. Die Fische sind nach dem Naturwissenschaftler Robert Guppy benannt. Im Sommer können sie in der Regentonne als Mückenlarven-Vertilger eingesetzt werden.

Marta Stosik, Antonia und Theresa Berweiler hatten sich das wohl anspruchsvollste Thema ausgesucht. Neutronensterne. „Alle Neutronensterne drehen sich um sich selbst und haben eine Magnetachse“, erfuhr ihr Publikum. Insgesamt gehe man davon aus, dass es mehr als 300 Milliarden Sterne gibt. Marlene Veiser sprach über kreative Formen des Widerstandes. Ein Protagonist ist Bansky, wobei unklar ist, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Mit seinen Graffiti gibt Bansky Menschen Hoffnung. Er beziehungsweise sie hat sich auch mit den jungen Leuten in der Ukraine solidarisiert.

Raphael Danckert referierte über das Palmöl. Sein Auditorium erfuhr, dass es viele gesättigte Fettsäuren enthalte, die unter dem Verdacht stehen, für Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich zu sein. Maja Öhlen entführte ihre Zuhörerschaft in die Tiefsee, über die man weniger wisse als von großen Planeten. Der Atlantische Ozean ist bis zu 9219 Meter tief. Wie überleben die Tiere dort bei zwei bis vier Grad Celsius und absoluter Dunkelheit? Tiere wie der Blobfisch, der vor zehn Jahren zum hässlichsten Tier der Welt gekürt worden war.

Felix Boettcher sprach über „das Raubtier Mensch“ als Gefahr für viele Tier- und Pflanzenarten. Der Mensch findet aber hier und da die Notbremse: So wurde 1986 das Walfangverbot erlassen. Und obwohl Island, Japan und Norwegen da nicht mitmachen, sind durch das Verbot bis jetzt 1,3 Millionen Wale verschont worden. Und auch der Luchs als die größte einheimische Katzenart hat sich einen Teil seines Lebensraums zurückerobert.