Galerie Fries in Kaarst Künstler-Duo stellt erstmals in Kaarst aus

Kaarst · Die Werke der beiden Spanier Jordi Soler und Narcis Gironell sind in der Galerie Fries zu sehen. Stefan W. Fries entdeckte die beiden bei einem Oster-Urlaub.

 Ein Werk aus der Serie „Hic et Nunc“ von Jordi Soler.

Ein Werk aus der Serie „Hic et Nunc“ von Jordi Soler.

Foto: Jordi Soler/Galerie Fries

Über Ostern war Stefan W. Fries in Spanien unterwegs gewesen, auf der Suche nach neuen spanischen Künstlerinnen und Künstlern für seine Galerie in Kaarst. Jetzt wurde eine Ausstellung eröffnet mit Arbeiten von Jordi Soler und Narcis Gironell. Das sind in Spanien längst etablierte Künstler. Stefan W. Fries ist begeistert: „Die werde ich in mein Programm aufnehmen.“ Erstmals überhaupt zeigen Soler und Gironell ihre Werke in Deutschland.

Beide Künstler kommen aus Barcelona beziehungsweise aus dem näheren Umfeld. Jordi Soler wurde 1974 in Barcelona geboren. Später sollte er in seiner Heimatstadt die Schule für angewandte Kunst mit dem Schwerpunkt Illustration besuchen. In der Serie „Hic et Nunc“ (hier und jetzt), aus der in Kaarst etliche Bilder zu sehen sind, malt Soler auf bewundernswerte Weise fotorealistisch. Die Bilder wirken wie Fotografien, bei denen die Farbe Schwarz überwiegt und die Szenerie sorgfältig ausgeleuchtet wurde. Im Mittelpunkt stehen jeweils eine Person und ein Karton. Sie scheinen im Hier und Jetzt zu verweilen, alles andere als sie ist dem Künstler nicht wichtig. Jordi Soler malt mit Acrylfarben und stellt aktuell auch in Antwerpen aus.

Ganz anders, aber ebenfalls unverwechselbar: Die Bilder von Narcis Gironell. Er wurde 1969 in der Nähe von Girona geboren, ist ebenfalls Spanier und absolvierte sein Kunststudium ebenfalls in Barcelona. Seine Werke sind prägnant und plakativ, sie versprühen Frische, aber auch Nostalgie und erinnern an die Werbeschilder der 1960er bis 1980er Jahre. Auch hier geht es immer um eine einzige Person, eine Frau. Seine farbintensiven Werke druckt er auf Edelstahlplatten und übermalt sie mitunter. So werden auch die Drucke zu Werken, die es so kein zweites Mal gibt. Die Anlehnung an die bunte, pulsierende Welt der Pop-Art machen die Werke von Narcis Gironell zu einem Wandschmuck, mit dem man sich gerne umgibt. Wenn der 54 Jahre alte Künstler nach dem Druck „nachwürzt“, heißt das „Gewürz-Glitter“.

Seine Entwürfe entstehen am PC, kleinere Details sind gemalt, während vor allem die Hintergründe aufgedruckt sind. Auch bei den Drucken ist bei mehr oder weniger genauem Hinschauen Handarbeit erkennbar, auch wenn es mitunter nur die glitzernden Fingernägel einer coolen Schönheit ist. „Roma“ ist so ein Prachtexemplar, im Hintergrund das Kolosseum, im Vordergrund eine mondäne Frau.

Die Ausstellung  an der Düsselstraße 21 ist noch bis zum 30. Juni geöffnet. Besuche sind auch samstags und sonntags möglich, aber nur nach Voranmeldung unter den Telefonnummern 02131 368521 und 0172 8721227 oder per Mail an info@galerie-fries.de.