Innenstadt Kaarst: Seniorenbeirat streitet um "Haus der Senioren".

In der Kaarster Innenstadt : Beirat streitet um „Haus der Senioren“

Der Seniorenbeirat möchte eine Begegnungsstätte für Senioren im Ortsteil Kaarst. Dieser Antrag wurde vor dem Hintergrund gestellt, dass die evangelische Kirche sich aus dem Haus der Senioren zurückzieht und ein dezentrales Angebot bereithalten möchte.

Hinzu kommt, dass das Haus der Senioren überplant werden soll. Innerhalb des Seniorenbeirats gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die Seniorenarbeit im Ortszentrum.

Manfred Stranz sorgte für Erstaunen: Das Haus der Senioren bezeichnete er als „Stätte der Information und der Begegnung“. „Nichtsdestotrotz plädieren wir dafür, dass ein Ersatz für das Haus der Senioren geschaffen wird“, erklärte Stranz. Es gehe nicht um ein eigenes Haus, sondern um angemessene Räumlichkeiten in einem der in der Stadtmitte neu zu errichtenden Häusern zwischen Rathaus und Maubiscenter. Ein solcher Antrag vom 16. September sollte auf die Tagesordnung. Gerda Linden wunderte sich: „In der Arbeitsgruppe am Montag hatten wir doch beschlossen, dass unser Antrag erstmal zurückgenommen wird.“ Linden wies darauf hin, dass die evangelische Kirche die Räume im Haus der Senioren gekündigt habe, um die Angebote an unterschiedlichen Orten anzubieten. „Diese Aufteilung auf die einzelnen Ortsteile entspricht dem Quartiersgedanken. Ich bin gegen eine Zentralisierung“, erklärte Gerda Linden. Manfred Stranz hielt an dem Antrag, der jetzt nicht zum Zuge kommen sollte, fest: „Die dezentralen Angebote der Kirche sind ja in Ordnung, aber im Zentrum von Kaarst könnte trotzdem eine Bürgerbegegnungsstätte entstehen, und zwar nicht nur für Senioren.“

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Manfred Schmidt, erinnerte an die Abmachung, zunächst weitere Beratung einzuholen. Renate Dübbers sprach sich ebenfalls dafür aus, das Gespräch mit der Verwaltung zu suchen. Es gehe unter anderem darum zu eruieren, ob ein möglicher Investor überhaupt bereit wäre, Räume für Senioren in seinen Planungen zu berücksichtigen.

Mehr von RP ONLINE