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Handball-Regionalliga: Vereine und Verband sprechen über weitere Saison

Handball Regionalliga Nordrhein : Optionen: Teilung der Liga oder eine Einfachrunde

In einer 90-minütigen Videokonferenz haben sich die Vertreter der Regionalliga-Klubs mit dem Vorstand des Handball-Verbandes ausgetauscht. Fazit: Es soll weitergehen, der Modus ist aber noch offen.

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Die Vertreter der Regionalliga-Vereine, Markus Achenbach vom TSV Bonn, Bastian Schlierkamp von der SG Ratingen und Jan Wolf vom TV Korschenbroich, haben sich mit dem Vorstand des Handball-Verbandes Nordrhein (HNR) verständigt. In einer 90-minütigen Videokonferenz ging es um die weitere Vorgehensweise zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs, sobald die Politik den Amateursport in der Pandemie wieder erlaubt. „Es war ein sehr positives und konstruktives Gespräch zwischen allen Beteiligten“, sagt Lutz Rohmer, Vorsitzender des HNR. „Wir haben uns für Mitte Dezember zu einer weiteren Sitzung verabredet, um die Beschlüsse der nächsten Bund-Länder-Konferenz in die Überlegungen einfließen zu lassen.“ Vorher werden sich zudem die Verantwortlichen der 15 Regionalliga-Klubs, darunter der TV Aldekerk, noch einmal austauschen.

Diese hatten schon mögliche Szenarien für eine Fortsetzung der Saison ausgearbeitet, die in der jetzigen Konferenz aber nicht final beschlossen wurden. Szenario eins würde eine Teilung der Klasse in zwei Gruppen vorsehen, in denen es Hin- und Rückspiele sowie anschließend eine Ausscheidungsrunde um den Aufsteiger in die Dritte Liga gäbe. Szenario zwei sieht vor, dass die Saison mit der Rückrunde fortgesetzt wird, wobei bereits stattgefundene Spiele aber gewertet würden – in dieser Einfachrunde hätte jedes Team noch 14 Spiele, der Tabellenführer am Ende wäre der Aufsteiger.

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Letzteres gehört zu den grundlegenden Vereinbarungen, die die Klub-Vertreter mit dem HNR nun schon ausgemacht haben: Der Meister der Regionalliga Nordrhein – egal, in welchem Modus er ermittelt wird – soll in die Dritte Liga aufsteigen. Absteiger soll es nach Möglichkeit nicht geben. Dieser Punkt ist aber in der gemeinsamen Erklärung der Vereine mit dem HNR nicht explizit aufgeschrieben.

Klarheit herrscht dagegen darüber, dass alle Parteien einen sportlichen Abschluss der unterbrochenen Saison haben möchten und eine vierwöchige Vorbereitung angestrebt werden soll, um die körperliche Fitness für den Spielbetrieb zu erlangen und Verletzungsrisiken zu minimieren. Sollte der Handballsport in NRW im Januar wieder zugelassen werden, was aktuell sehr fraglich zu sein scheint, strebt der HNR den Re-Start für den 6. Februar an, die Saison soll bis zum 5. Juni abgeschlossen werden.

„Das definierte Zeitfenster würde trotz der Umstände einige Möglichkeiten eröffnen. Die Vereine haben Vorschläge für einen zukünftigen Modus erarbeitet, die wir jetzt prüfen werden“, sagt Rohmer. Ob sich Verband und Vereine für eine Teilung der Liga oder nur eine Einfachrunde entscheiden, ist also noch offen. Klar ist, dass es ursprünglich geplante freie Wochenenden – etwa zur Karnevalszeit, an Ostern oder Feiertagen wie Christi Himmelfahrt und Fronleichnam – in beiden Szenarien nicht mehr geben dürfte. Das gilt sicher auch dann, wenn die Saison nicht Anfang Februar, sondern erst später starten kann. Dann müsste aber wohl ohnehin noch einmal über die nun angedachten Szenarien gesprochen werden.