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Kerken: Handball-Regionalligisten besprechen mögliche Saison-Szenarien

Handball : Regionalligisten besprechen mögliche Saison-Szenarien

Derzeit ist nur sicher, dass die Hallen, auch die des TV Aldekerk, bis mindestens 10. Januar geschlossen sind. Wie es mit der Spielzeit weitergeht, soll nun diskutiert werden.

Der TV Aldekerk hat in der Handball-Regionalliga am 10. Oktober beim HC Gelpe/Strombach (32:23) das bislang letzte Meisterschaftsspiel bestritten. Danach folgten Herbstferien und ab Anfang November der zweite Corona-Lockdown. Die Turnhallen blieben zunächst für vier Wochen und seit Neustem bis mindestens 10. Januar geschlossen. Das Team von Trainer Nils Wallrath beendet somit das Handball-Jahr 2020 nach gerade einmal vier absolvierten Spielen mit 6:2-Punkten auf Platz vier.

Die Frage, wie es nun weitergeht, kann Wallrath natürlich auch nicht beantworten. Einen Blick in die Glaskugel will er nicht werfen, das würde zu nichts führen, sagt er. Er hat seine Spieler mit der Bitte, sich fit zu halten, auf unbestimmte Zeit in den Urlaub geschickt.

Karl Walter Marx ist der verantwortliche Spielleiter für die Regionalliga Nordrhein. Er verweist auf den vorgegebenen Weg der Bundesregierung, dass mindestens bis 10. Januar die Hallen geschlossen bleiben. Am 6. Dezember soll es aber eine Telefonkonferenz mit den Verantwortlichen der beteiligten Vereine geben. Dabei soll gemeinsam eine Strategie besprochen werden. „Ich persönlich rechne nicht damit, dass im Januar die Meisterschaft fortgesetzt werden kann. Selbst wenn der Trainingsbetrieb Anfang Januar wieder möglich sein sollte, brauchen die Vereine drei bis vier Wochen Vorlauf, um wieder in den Spielbetrieb einsteigen zu können“, so der Spielleiter.

Dass die komplette Saison noch zu Ende gespielt werden kann, schließt er auch bei günstigsten Voraussetzungen aus. Dafür würde die Zeit nicht mehr reichen und Englische Wochen, wie beim Fußball üblich, seien keine Option. „In der Regionalliga wird Breitensport betrieben. Die Spieler gehen einer Arbeit nach oder studieren. Da sind Englische Wochen nicht zumutbar“, so Marx. Er weist darauf hin, dass selbst die Dritte Liga nicht als Liga mit professionellen Strukturen eingeordnet wurde.

Hoffnung ist die neue Perspektive. Und wenn es nach den Vorstellungen des Spielleiters ginge, würde er zumindest versuchen wollen, eine komplette Hinrunde auf den Weg zu bringen. „Wir können ja bis in den Juni hinein noch spielen. Und wenn wir es schaffen sollten, dass alle Teams zumindest einmal gegen jede Mannschaft gespielt haben, hätten wir einen aussagekräftigen Tabellenstand und es würde Auf- und Absteiger geben.“

Als weiteren Diskussionspunkt führt er an, mit den Vereinen über Play-offs oder je nach Stand der Dinge, über eine mögliche Quotientenregel zu sprechen. „Das sind natürlich Punkte, die mit vielen Fragezeichen versehen sind. Eine abschließende Regelung wird es bei der Konferenz mit den Vereinen allerdings nicht geben können“, sagt der Spielleiter der Regionalliga Nordrhein.