Bilanz von "Maria 2.0" in Wankum

Kirchliches Leben : So war die Aktion „Maria 2.0“ in Wankum

Trotz, vielen Intentionen geschuldet, voller Kirche sind mehr als 60 Personen der sehr spontanen Einladung zur Aktion „Maria 2.0“ gefolgt und haben am Wortgottesdienst vor der St.-Martin-Kirche in Wankum teilgenommen.

Es wurde laut Kirchengemeinde sichtbar, dass nicht nur Frauen ein Umdenken der katholischen Kirche fordern. Die Kirche müsse offen werden für Frauen in den verschiedensten Ämtern. Das Pflichtzölibat müsse überdacht und vor allem müssten die Missbrauchsfälle aufgeklärt werden. „Was wäre die Kirche ohne die Frauen, die sich in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich engagieren? Ohne sie wäre die Gemeinde echt aufgeschmissen“, heißt es von den Frauen aus Wankum. „Denken wir an Gremien und Dienste zum Beispiel im Pfarreirat, den katholischen öffentlichen Büchereien, an Lektoren und Kommunionhelfer, an die Messdienerschaft und viele andere mehr. Aber bei Mitbestimmung und Leitung sind wir außen vor.“ Hier sei die Emanzipation nicht angekommen.

„Maria 2.0“ und die Dimension, die diese Aktion ausgelöst hat, seien Zeichen dafür, dass viele deutlich mehr von der katholischen Kirche erwarten und dass ein Umdenken stattfindet. „Wahrscheinlich werden wir den Umbruch, wenn überhaupt, nur noch am Rande mitbekommen, aber wir können voll Stolz sagen, dass wir nicht nur tatenlos zugesehen, sondern versucht haben, aktiv am Umbruch mitzuwirken.“

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