Düsseldorf: Frauen von St. Matthäus machen mit bei Maria 2.0

Katholische Gemeinde St. Matthäus : Frauen von St. Matthäus machen mit bei Maria 2.0

Ihren Anfang nahm die Aktion „Maria 2.0“ in Münster. Genauer gesagt in einem Lesekreis katholischer Frauen der Heilig-Kreuz-Gemeinde. Dort, so heißt es auf der Facebookseite der Initiative, sei Anfang Januar die Stimmung gekippt: wegen der Missbrauchsfälle und der andauernden Ausgrenzung von Frauen in der katholischen Kirche.

Um zu zeigen, wie wichtig Frauen in den Gemeinden sind, haben sie zu einem einwöchigen Kirchenstreik katholischer Frauen aufgerufen. Vom 11. bis 18. Mai sollen diese keine Kirche betreten und keinen Dienst tun. In dem Aufruf heißt es weiter: „Wir alle wissen, wie leer dann die Kirchen sein werden und wie viel Arbeit unerledigt bleiben wird. Wir feiern die Gottesdienste auf den Kirchplätzen, vor den Kirchentüren.“

Der Aktion haben sich einige Frauen aus der katholischen Gemeinde St. Matthäus (Garath/Hellerhof) angeschlossen. Sie haben Postkarten entworfen und verteilen diese mit einem Flyer im Düsseldorfer Süden. Sie weisen daraufhin, dass das Zusammenleben in ihrer Gemeinde zwar geprägt sei von gegenseitiger Wertschätzung, dennoch litten auch dort viele Frauen und Männer schon lange an den Strukturen in der Amtskirche.

An der Garather Kirche hängt ein Banner, um auf die Aktion Maria 2.0 aufmerksam zu machen. Am Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr, wollen die Initiatorinnen aus Garath und Hellerhof beim Gottesdienst vor der Kirchentür von St. Matthäus ein Zeichen setzen, parallel zum Gottesdienst in der Kirche. Dabei hoffen sie auf zahlreiches Erscheinen von Frauen und Männern. Sie fordern „gleiche Rechte für Frauen und Männer in allen kirchlichen Ämtern“. Anders als die Frauen aus Münster wollen sie nicht streiken, laden aber ein, an ihren Aktionen teilzunehmen. Ihre Forderungen: den Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche, die Aufhebung des Pflichtzölibats und die Ausrichtung der kirchlichen Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen.

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