60 Millionen Euro für Glasfaser-Ausbau im Kreis Kleve

Glasfasernetz : 60 Millionen Euro für Turbo-Internet

Landrat Wolfgang Spreen und Uwe Nickl, Geschäftsführer der Deutsche Glasfaser, haben Kooperationsverträge für geförderten Glasfaserausbau unterschrieben. 15 Kommunen im Kreis profitieren vom flächendeckenden Netzausbau.

Der Kreis Kleve und das Unternehmen Deutsche Glasfaser bauen ein flächendeckendes Glasfasernetz. Ziel ist es, den gesamten Kreis für die digitale Zukunft zu wappnen. Im großen Stil können in den kommenden Jahren die Netzlücken Schritt für Schritt geschlossen werden, denn bei insgesamt drei Förderausschreibungen hat Deutsche Glasfaser den Zuschlag für den geförderten Glasfaserausbau erhalten. So können nun auch die privatwirtschaftlich nicht erschließbaren Orte nach und nach an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Mit mehr als 60 Millionen Euro Fördermitteln von Bund und Land Nordrhein-Westfalen sowie einem Eigenanteil der beteiligten Kommunen sollen etwa 1600 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt werden. Insgesamt etwa 13.000 Haushalte und Unternehmen sowie etwa 100 Schulen und andere Bildungseinrichtungen können davon profitieren, teilt das Unternehmen mit. „Zusammen mit dem vielerorts bereits abgeschlossenen eigenwirtschaftlichen Ausbau ergibt sich ein nahezu lückenloses, kreisweites Glasfasernetz“, so die Firma. Flüssiges TV-Streaming in höchster Auflösung, schnelles Internetsurfen und stabile Videokonferenzen sollen bald auch in entlegenen Wohngebieten möglich sein.

„Alte Kupferanschlüsse kommen an ihre Leistungsgrenzen und haben ausgedient. Reine Glasfasernetze sind die Zukunft – sie müssen möglichst flächendeckend verlegt werden“, sagt Uwe Nickl, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser. „Kreisweit haben wir insgesamt etwa 40.000 Glasfaseranschlüsse privatwirtschaftlich realisiert. Weitere 13.000 geförderte Anschlüsse kommen jetzt dazu. Für das Vertrauen in unser Unternehmen wollen wir uns bedanken und sehen es gleichzeitig als Ansporn, auch den geförderten Ausbau nun zügig anzugehen“, sagt Nickl weiter.

In insgesamt 15 Kommunen wird der geförderte Glasfasernetzausbau durchgeführt. Diese sind in drei Projektgebiete aufgeteilt: 1) Kreis Kleve Süd: Geldern, Issum, Kerken, Rheurdt, Straelen und Wachtendonk, 2) Kreis Kleve Mitte: Kalkar, Rees, Uedem, Wallfahrtstadt Kevelaer und Weeze sowie 3) Kreis Kleve Nord: Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch und Kleve.

Im Kreis Kleve Süd soll der geförderte Ausbau laut Deutsche Glasfaser planmäßig im Herbst 2019 starten. Es folgen Kreis Kleve Mitte und Kreis Kleve Nord. Alle betroffenen Haushalte in den Fördergebieten erhalten im Vorfeld des Ausbaus gesonderte Informationen über den genauen Ablauf und die Anmeldemodalitäten per Post, verspricht das Unternehmen Den Anfang im ersten Projektgebiet macht die Gemeinde Wachtendonk.

„Leistungsfähige Breitbandanschlüsse gehören heute in allen Bereichen zu den ganz wichtigen Standortfaktoren. Dies betrifft sowohl den privaten als auch den unternehmerischen Informationsaustausch“, betont Landrat Wolfgang Spreen. „Der Breitbandausbau der so genannten ‚weißen Flecken‘ ist ein Meilenstein für die gute Fortentwicklung in den 15 Städten und Gemeinden, für die der Kreis Kleve den geförderten Ausbau gebündelt koordiniert. Ich freue mich, dass nun endlich die Umsetzung der Versorgung von ländlichen Haushalten und Unternehmen sowie der Schulen vor Ort beginnt“, sagt Wolfgang Spreen.

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