Heilpädagogische Einrichtung in Geldern besteht seit 50 Jahren.

50 Jahre : Buntes Jubiläum in der Kita St. Michael

Seit 50 Jahren gibt es die heilpädagogische Einrichtung. Das Fest wurde bei schönstem Wetter gefeiert. Dank an Mitarbeiter und Ehrenamtler.

„Bunter, lauter, heiter, weiter!“ Unter diesem Motto feierte die Heilpädagogische Kindertagesstätte St. Michael in Geldern ihr 50-jähriges Bestehen. Viele Kinder, Eltern, Freunde und Förderer der Caritas-Einrichtung waren gekommen, um bei schönstem Frühlingswetter mitzufeiern.

Nach dem Gottesdienst mit Pastoralreferent Friedhelm Appel dankte Caritas-Vorstand Andreas Becker den Mitarbeitenden und den Ehrenamtlichen, die sich mit großem Engagement für die Kinder einsetzen. Dabei schloss er neben dem Förderverein insbesondere auch das Gelderland-Trio ein, das zuvor mit dem „Gelderschen Wend“, dem Ehrenamtspreis der Stadt Geldern, ausgezeichnet worden war. Auch Einrichtungsleiterin Dagmar Speemanns dankte dem Team der Kindertagesstätte sowie den Eltern und den zahlreichen Förderern der Einrichtung sowie dem Caritas-Vorstand für die wohlwollende Unterstützung der Einrichtung. „Nur weil sich so viele Menschen für unsere Einrichtung einsetzen, können wir die Kinder hier bestmöglich fördern und ihnen ein lebenswertes Umfeld bieten“, sagte Dagmar Speemanns.

Das Jubiläumsmotto setzte sich dann auch im Laufe des Tages fort: Die Kinder konnten sich schminken lassen, beim Action-Painting austoben oder sich von einem Clown bunte Luftballontiere knoten lassen.

Als die Einrichtung 1969 gegründet wurde, war sie nicht nur der erste Sonderkindergarten am unteren Niederrhein überhaupt, sondern auch die erste Einrichtung des damals noch jungen Caritasverbandes. Johannes Sieben, einem der Gründerväter des Caritasverbandes, hatte diese Einrichtung besonders am Herzen gelegen. Mit Hilfe der „Aktion Sorgenkind“ (heute „Aktion Mensch“) war damals die alte Dorfschule in Aengenesch zur Kindertagesstätte umgebaut worden. 1996 zog die Einrichtung dann ins Barbaraviertel nach Geldern.

Heute werden in der Einrichtung in vier Kleingruppen 32 Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, Sprachbarrieren oder Behinderungen intensiv betreut und gefördert. Gleichzeitig wird hier der Gedanke der Inklusion seit vielen Jahren gelebt. Denn neben der eigentlichen heilpädagogischen Arbeit für die Kinder ging es den Mitarbeitenden im Kindergarten St. Michael immer darum, sich für die Gesellschaft zu öffnen, um durch die Begegnung Toleranz und Verständnis für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern.

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