Neue Gottesdienst-Formate in der Emmericher Christuskirche

Evangelische Kirchengemeinde : Neue Gottesdienst-Reihe in der Christuskirche

Die Evangelische Kirchengemeinde hat eine neue Gottesdienstreihe entwickelt. Bis zum Sommer 2020 werden zehn Gottesdienste mit besonderer inhaltlicher und kirchenmusikalischer Gestaltung angeboten.

Schon seit langem bietet die Evangelische Kirchengemeinde in Emmerich besondere Gottesdienste an, die, einmal im Monat, um 18 Uhr stattfinden und sich unterschiedlichen Themen widmen. Ab kommenden Sonntag kommt am Vormittag ein neues Format hinzu. „Wir möchten bis in den kommenden Sommer hinein Gottesdienste mit besonderer inhaltlicher, aber auch musikalischer Gestaltung anbieten anbieten“, erklärt Pfarrerin Anke Mühlenberg-Knebel, die die neue Reihe mit ihrem Mann, dem Kirchenmusiker Torsten Mühlenberg, entwickelt hat. Dabei soll zum einen das ganze Spektrum der Kirchenmusik ausgeschöpft werden. Zum anderen sollen Predigt und Liturgie darauf Bezug nehmen.

„Die Kirchenmusik ist ein wahrer Schatz, mit einer unglaublich großen Bandbreite“, erklärt Torsten Mühlenberg. Chor- und Orgelmusik, Gospel, Bläser, christlicher Pop oder Taizé – all dies gehöre dazu und soll in der neuen Gottesdienstreihe eine wichtige Rolle spielen.

Zum Beispiel am kommenden Sonntag beim Erntedankgottesdienst (10 Uhr), wenn die Sopranistinnen Mirjam Hardenberg und Gabriele Nadrop-Kepser Gesangsduette von Heinrich Schütz, Andrew Lloyd Webber und Felix Mendelssohn-Bartholdy vortragen. Eine Besonderheit bei diesem Gottesdienst: die Gemeindeglieder können Erntegaben mitbringen. Die dann ganz im Sinne des Festes an die Bedürftigen des Mittagstischs weitergegeben werden sollen.

Fester Termin für die neue Reihe ist jeweils der erste Sonntag im Monat. Im November steht dann als nächstes eine Gospelmesse an, bei der Pfarrerin Anke Mühlenberg-Knebel in freier Rede zur Gemeinde sprechen will. Besonders gespannt ist sie schon jetzt auf die Thomas-Messe im kommenden Jahr. Im Mai möchte sie einen Gesprächsgottesdienst für Glaubende, Zweifler und Sinnsuchende anbieten. „Das wird für viele, aber auch für mich sicherlich sehr ungewöhnlich sein. Ich möchte mit den Gottesdienstbesuchern ins Gespräch, in einen intensiven Austausch über die Frage des Glaubens kommen“, erklärt sie.

Interessant dürfte auch der 1. März werden. Dann nämlich stellen Persönlichkeiten wie die Bürgermeister Peter Hinze und Herbert Ulrich sowie die Medien-Vertreter Christian Hagemann (RP) und Norbert Kohnen (NRZ) ihr biblisches Lieblingswort vor. Dazu gibt es unter anderem Lieder und Gesänge aus dem Taizé zu hören.

Torsten Mülenberg, der bei der neuen Reihe für die musikalische Leitung beziehungsweise die Begleitung an Klavier und Truhenorgel verantwortlich zeichnet, hofft, dass gerade diese ungewöhnlichen Gottesdienstformen auch Menschen ansprechen, die normalerweise nicht den Weg in die Kirche finden. „Es ist auf jeden Fall eine sehr unterschiedliche Reihe, bei der jeder etwas finden kann“, sagt er.

Weitere besondere Gottesdienste finden am 1. Dezember mit festlicher Bläsermusik, am 5. Januar mit Kantaten, am 2. Februar sowie am 5. Juli mit christlichem Pop und am 7. Juni mit berühmten Orgelwerken Bachs statt. In der Karwoche heißt es am 5. April „Semana Santa“ bei spanischer Gitarrenmusik von Norbert Os. Für besondere Videoeffekte wird Robin Kodera an diesem Tag sorgen.  

(Markus Balser)
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