"Brother" in Emmerich erweitert Firmensitz

Wirtschaft : Aufwind: „Brother“ erweitert Firmensitz

Seit gut zehn Jahren verzeichnet die Firma „Brother“ ein stetiges Wachstum. Nachdem vor drei Jahren bereits ein neues Lager gebaut wurde, ist am Montag ein neues Firmengebäude an der Duisburger Straße eingeweiht worden.

Bei der Firma „Brother“ stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Das Unternehmen, das seit über 40 Jahren in Emmerich ansässig ist und von der Duisburger Straße aus hoch spezialisierte Näh-, Druck- und Stickmaschinen für die Industrie in ganz Europa, Afrika und den Mittleren Osten sowie Russland vertreibt, hat jetzt innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal seinen Standort erweitert.

Nachdem 2016 bereits eine neue Lagerhalle für das europäische Ersatzteilzentrum entstand, wurde am Montag auf der gegenüberliegenden Straßenseite von „Brother“-Präsident Ichiro Sasaki ein 1000 Quadratmeter großer Neubau eröffnet, in dem neben Büro- und Meetingräumen ein großzügiger Lounge- und Kantinenbereich sowie ein komplett neuer Showroom zu finden sind. Mit einer goldenen Schere durchschnitt Ichiro Sasaki ein symbolisches Band und gab den Neubau frei.

Dass das Gebäude dringend gebraucht würde, hatte sich schon seit längerem abgezeichnet. 2018 wurde es von der Konzernzentrale genehmigt, die Pläne schnell in die Tat umgesetzt. Managing-Director Jörg Haan bezeichnete den Bau als „Meilenstein“ in der Geschichte von „Brother Emmerich“ und hob vor allem Mitarbeiter Bernd Kalau hervor, der das Projekt geleitet hatte.

Zur Eröffnung waren neben allen Emmericher Mitarbeitern auch die der italienischen Zweigniederlassung in Bologna sowie einige Repräsentanten der Konzern-Zentrale mit Sitz im japanischen Nagoya anwesend.

Mit dem neuen Bürogebäude bereitet sich die Firma Brother auf das nach eigenen Angaben auch zukünftig zu erwartende, kontinuierliche Wachstum und die daraus resultierenden stetig steigenden Mitarbeiterzahlen vor. Vor zehn Jahren sah das noch etwas anders aus: Damals war die „Brother“-Belegschaft in Emmerich auf 24 Mitarbeiter geschrumpft, seitdem aber wieder kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile sind am Standort an der Duisburger Straße 60 Mitarbeiter beschäftigt, allein in den letzten zwei Jahren gab es zehn Neueinstellungen. Der Umsatz ist in den letzten Jahren um mehr als 20 Prozent pro Jahr gestiegen. Weltweit beschäftigt „Brother“ momentan über 25.000 Mitarbeiter. Neben der Sparte Näh-, Druck- und Stickmaschinen ist der Bereich „Bürokommunikation“ besonders wichtig.

In Emmerich, von wo aus Industrie-Nähmaschinen und Textildrucker vertrieben werden, wurden vor allem im Bereich Textildruck Verkaufsrekorde erzielt. Das beeindruckte auch die japanische Firmenzentrale: Nach der offiziellen Einweihung des neuen Gebäudes wurde den Emmericher Mitarbeitern bei den anschließenden Feierlichkeiten am Montag deshalb auch der firmeninterne „President’s Award“ verliehen, mit dem der Konzern die weltweit erfolgreichsten Niederlassungen prämiert. Er ging nun schon zum zweiten Mal in Folge in die Rheinstadt.

Kein Wunder, dass sich Jörg Haan mehr als erfreut zeigte: „Zwei Meilensteine für die Firma Brother in Emmerich an einem Tag: Das erfüllt mich und alle Mitarbeiter mit Stolz und Vorfreude – wir können stolz sein auf das, was wir in den letzten Jahren geleistet haben, um die Firma Brother und den Standort Emmerich so weit nach vorne zu bringen – und Vorfreude auf eine Zukunft, der wir mit unserem jungen, dynamischen Team in unseren neuen Räumlichkeiten positiv entgegensehen.“

Die Aussichten schätzt das japanische Unternehmen auch für die nächsten Jahre positiv ein. Auch für den Standort Emmerich. „Wir werden weiter expandieren und auch in den nächsten Jahren wachsen“, sagte Marketing Manager Folker Stachetzki der RP. Dem Unternehmen „Brother“ sei es gelungen, trotz teilweise schwieriger Märkte seine Stellung als einer der Hauptakteure zu behaupten.