Dormagen: Valoress: Hoffmann antwortet Krueger

Dormagen : Valoress: Hoffmann antwortet Krueger

Dietrich Krueger, Fraktionschef der Bürger für Dormagen (BfD), nimmt weiterhin Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann wegen der Vergabe von Führungskräfteschulungen an die Firma Valoress unter Beschuss.

Der BfD-Mann wirft Hoffmann vor, die "Unwahrheit" gesagt zu haben, als er "im Rat vor 100 Zeugen" erklärt habe, keine Beziehung zu Valoress und den handelnden Personen zu unterhalten. Krueger findet, das Verfahren habe ein "Geschmäckle".

Inzwischen hat der Bürgermeister in einem Brief an den BfD-Fraktionsvorsitzenden geantwortet. Darin schreibt Hoffmann: "Geschäftliche Beziehungen eines Unternehmens sind deutlich abzugrenzen von persönlichen Geschäftsbeziehungen. Und genau letztere habe ich zu Recht im Rat verneint!" Krueger kontert: "Wie hätte wohl die bundesweite Presse reagiert, wenn der ehemalige Bundespräsident solche Eiertänze auf die Frage, ob es Beziehungen zur Firma Valoress aus alten Tagen gibt, gemacht hätte?"

Hoffmann gibt in dem Brief an Krueger Antworten auf mehrere Fragen und unterstreicht darin noch einmal, richtig gehandelt zu haben: "Es konnte darauf verzichtet werden, sich über die Zuverlässigkeit des Bewerbers zu informieren, da die Firma bekannt war." Zur Entscheidung, den Auftrag in einem freihändigen Verfahren vergeben zu haben, erklärt der Bürgermeister: "Es liegt ein umfassender Vergabevermerk vor, in dem sowohl auf die Preisanfrage, als auch auf die Gründe eingegangen wird in diesem Fall — trotz der Auftragshöhe — den Auftrag im Rahmen einer freihändigen Vergabe zu erteilen."

Der Hinweis, dass ein Verstoß (...) vorliege, nach der eben über 50 000 Euro eine öffentliche Ausschreibung zu erfolgen habe, erübrige sich insofern. Hoffmann: "Zum anderen ist im Gespräch mit der Rechnungsprüfung deutlich gemacht worden, dass meine Erfahrungen aus vormaliger unternehmerischer Tätigkeit in die Waagschale gelegt wurden, mit welchem Fortbildungsträger eine Weiterentwicklung der Führungskräfte angegangen werden soll."

Der Rhein-Kreis als Aufsichtsbehörde hat den Fall inzwischen abgeschlossen.

(NGZ/rl)
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