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Hochwasser-Katastrophe in NRW: Bislang keine Todesopfer in Erftstadt-Blessem

Hochwasser-Katastrophe in NRW : Bislang keine Todesopfer in Erftstadt-Blessem entdeckt

In der besonders vom Hochwasser betroffenen Ortschaft Erftstadt-Blessem gibt es bislang keine bestätigten Todesopfer. Das sagte ein Kreisprecher am Samstagmorgen. Die Lage in Blessem sei derweil weiter angespannt.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Retter bei den Aufräumarbeiten Tote finden könnten, sagte der Sprecher des Kreises. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Belastbare Zahlen zu Vermissten gebe es nicht.

Die Rettungsaktion für Anwohner ist zunächst abgeschlossen, erkläret der Sprecher. 170 Menschen seien teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem überfluteten Gebiet gerettet worden. In anderen Teilen des Kreises gingen die Pegelstände unterdessen zurück, im Norden habe man Evakuierungen aufheben können.

Die Polizei sperrte den Ortsteil mit eingestürzten Wohnhäusern am Samstag großräumig ab. Grund sei eine Unterspülung der Abrisskante, man wisse nicht, ob weitere Gefahr drohe, sagte ein Polizeibeamter an der Absperrung. Die Zufahrtsstraßen nach Blessem wurden mit weiß-roten Bändern abgesperrt, an einer anderen Stelle standen Polizeibeamte auf der Fahrbahn.

Im Stadtteil Blessem waren mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt. „Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht“, hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf gesagt. Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel (CDU) sagte am Freitagabend in den ARD-„Tagesthemen“, dass man bereits die meisten der von Wasser eingeschlossenen Autos kontrolliert und keine Opfer gefunden habe.

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 Nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands ist die Zahl der Toten am Samstag auf mehr als 130 gestiegen. Die Polizei bezifferte allein die Zahl der Todesopfer im Großraum Ahrweiler bis Samstagmorgen auf über 90. In Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des Innenministeriums landesweit mindestens 43 Todesopfer und viele Verletzte.

Am Samstagmittag will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erftstadt besuchen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Häuser eingestürzt und alte Burg in Erftstadt durch Flut beschädigt

(top/dpa)