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Alexander Zverev beendet Zusammenarbeit mit Management-Agentur Team8

Trennung von Management-Agentur : Alexander Zverev setzt voll auf die Familie

Alexander Zverev steht vor einem kompletten Neuanfang: Nach der Trennung von seinem Trainer steht er nun auch ohne Management da - richten soll es wieder verstärkt die Familie.

Als hätte Alexander Zverev in den vergangenen Wochen und Monaten nicht schon genug Turbulenzen erlebt, ging auch sein Start Down Under nicht ohne Unruhe über die Bühne. Nein, mit dem Corona-Chaos rund um die Anreise zu den Australian Open hatte dies nichts zu tun, anders als viele Tennisstars konnte die deutsche Nummer eins am Montag erstmals auf dem Platz trainieren. Doch bevor Zverev mit Kumpel Andrej Rublew Bälle schlug, machte er schon wieder eine tiefgreifende Änderung in seinem Umfeld bekannt.

Nur wenige Tage nach dem Ende der Zusammenarbeit mit seinem spanischen Trainer David Ferrer steht der Hamburger nun auch ohne professionelles Management da, über Instagram verkündete Zverev das Aus mit der Agentur Team8. Er wolle "zurück zu den Wurzeln", schrieb der 23-Jährige - also weg von der Agentur des Schweizer Superstars Roger Federer, zurück in den Familienkosmos.

Beide Seiten "fühlen, dass es die richtige Entscheidung ist, dass meine Familie wieder eine größere Rolle übernimmt", schrieb Zverev. So wird Vater Alexander senior wieder für das Training verantwortlich sein, während Bruder Mischa und Zverevs Freund und Hitting-Partner Sergej Bubka junior, Sohn der ukrainischen Stabhochsprung-Legende, auch beim Management behilflich sein werden.

Dieser überraschende Schritt wirft freilich die Frage auf, ob dies für einen weltweit bekannten Tennisstar ausreichend ist. Zumal Zverev im vergangenen Jahr mit zahlreichen Nebengeräuschen aus seinem Privatleben für Trubel gesorgt hatte. Mit der Betreuung und Vermarktung des Weltranglistensiebten, das dürfte auch die seit 2019 für Zverev zuständige Agentur Team8 gemerkt haben, hat ein Management alle Hände voll zu tun - ob die vielen Negativ-Schlagzeilen rund um Zverev ein Grund für die Trennung waren, ist aber nicht bekannt.

Seien es die Irritationen um Zverevs Umgang mit der Corona-Pandemie, die Schwangerschaft einer Ex-Freundin oder auch vor allem die Vorwürfe von angeblicher häuslicher Gewalt einer weiteren früheren Partnerin - die Baustellen abseits des Courts waren vielfältig. Und erst Ende des vergangenen Jahres hatte Zverev vor Gericht in der knapp zwei Jahre dauernden Auseinandersetzung mit seinem Ex-Manager Patricio Apey gesiegt.

Sportlich will Zverev hingegen direkt bei den Australian Open (ab 8. Februar) an sein gutes Jahr 2020 anknüpfen, in dem er im Halbfinale von Melbourne stand und im Endspiel der US Open seinen ersten Grand-Slam-Titel nur haarscharf verpasste. Jedoch schien ihm gerade die Zusammenarbeit mit Trainer Ferrer, der seit vergangenem Sommer an seiner Seite war, gut zu tun. Zverev wirkte auf dem Court gereifter und ruhiger.

Der spanische Ex-Profi hatte aber Anfang Januar gesagt, für ihn sei es "nicht der richtige Zeitpunkt" für eine Zusammenarbeit, er wolle gerade in Zeiten der Corona-Pandemie öfter bei seiner Familie sein. Die Familie ist nun auch bei Zverev wieder allgegenwärtig - ob dies auch zu Erfolg auf dem Court führt, bleibt abzuwarten.

(old/sid)