Erste Medaille bei Bahn-EM: Silber für Lea Sophie Friedrich/Emma Hinze im Teamsprint

Erste Bahn-EM ohne Welte/Vogel : Silber für Friedrich/Hinze im Teamsprint

Der Bund Deutscher Radfahrer ist mit einer Silbermedaille in die EM gestartet. Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze knüpfen an die Ergebnisse des Erfolgsduos Miriam Welte/Kristina Vogel an. Der Frauen-Vierer fährt zweimal deutschen Rekord und kämpft nun um Gold.

Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze haben zum Auftakt der Europameisterschaften im Bahnradsport in Apeldoorn die Silbermedaille im Teamsprint gewonnen. Das neu zusammengestellte Duo, das bald in die Fußstapfen der nicht mehr aktiven Erfolgskombination Miriam Welte/Kristina Vogel (Kaiserslautern/Erfurt) treten soll, unterlag am Mittwoch im Finale in 33,179 Sekunden Titelverteidiger Russland (32,496). „Mit der Medaille können wir sehr zufrieden sein, insbesondere im Hinblick auch auf die gewonnenen Punkte in der Olympia-Qualifikation. Es lief noch nicht alles rund, es ist aber für beide ein gelungener Anfang“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Die 19-jährige Friedrich, die nach dem Rücktritt von Welte vor drei Wochen auf die Anfahrer-Position gerückt war, konnte noch nicht mit der Weltspitze mithalten, eine bärenstarke Emma Hinze sicherte aber dem BDR nach EM-Bronze im Vorjahr mit Welte diesmal sogar Silber.

Das ebenfalls neu formierte Männer-Teamsprintteam mit Eric Engler, Maximilian Levy und Marc Jurczyk unterlag in 43,600 Sekunden im kleinen Finale gegen Frankreich (43,206); punktete als Vierter aber besser als erwartet für Tokio 2020. „Natürlich ist ein vierter Platz immer ein bisschen doof, aber angesichts der Vorgeschichte ist das Ergebnis hoch zu bewerten“, sagte Levy. Der „Oldie“ aus Cottbus war nach Absagen der Ex-Weltmeister Stefan Bötticher und Joachim Eilers erst am Montag zum Team gestoßen. Der Sieg ging an Weltmeister Niederlande.

Die Verfolgerinnen verbesserten gleich zweimal den deutschen Rekord. Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Gudrun Stock steigerten sich in der ersten Runde auf 4:16,328 Minuten nach 4:18,567 Minuten in der Qualifikation und erreichten damit gegen Titelverteidiger Italien das Finale am Donnerstag. In der Verfolgung der Männer stellten die Deutschen in 3:53,974 Minuten ebenfalls einen Rekord auf, verpassten aber als Fünfte die Medaillenläufe.

(eh/dpa)