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Schwarze Serie: KFC Uerdingen verliert gegen den FC Hansa Rostock 0:1

0:1 gegen Hansa Rostock : KFC Uerdingens schwarze Serie hält an

Der KFC Uerdingen bleibt auch im fünften Spiel in Folge ohne Sieg und gerät immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer, der durch die Negativserie ebenfalls unter Druck gerät, unterliegt dem FC Hansa Rostock nach turbulenter Schlussphase mit 0:1.

 Auch nach dem dritten Heimspiel in Lotte hat der KFC Uerdingen den Platz als Verlierer verlassen. Den Niederlagen gegen den MSV Duisburg (1:2) und FC Ingolstadt (0:3) folgte ein 0:1 gegen den FC Hansa Rostock. Damit bleiben die Blau-Roten auf einem Abstiegsplatz und stehen am Freitag gegen den Tabellenletzten VfB Lübeck unter Siegzwang. 

Die beste Nachricht des Abends hatte die Mannschaft vor dem Anpfiff noch gar nicht erreicht: Wie unsere Redaktion erfahren hat, soll die Mehrheit für eine Sanierung des Stadions Grotenburg stehen und am 18. März im Rat beschlossen werden. Das wäre ein möglicherweise entscheidender Schritt auf dem Weg, die Drittliga-Zugehörigkeit doch noch erhalten zu können. Denn neben der sportlichen und wirtschaftlichen Qualifikation bedarf es der städtischen Zusage, in der kommenden Saison wieder Heimspiele in Krefeld austragen zu können. Der Deutschen Fußball-Bund (DFB) hatte drei Jahre lang vor jeder Saison eine Ausnahmegenehmigung erteilt, so dass der KFC in Duisburg, Düsseldorf und Lotte spielen konnte.

Am Dienstagabend traten die Uerdinger zum Nachholspiel gegen Hansa Rostock an. Dabei waren die Rollen klar verteilt. Die Gastgeber warteten seit vier Spielen auf einen Sieg, die Hanseaten hatten acht der zurückliegenden zehn Begegnungen gewonnen und wollten durch einen weiteren Dreier auf Platz wie vorrücken.

Uerdingens Trainer Stefan Krämer hatte seine Startelf gegenüber dem 2:2 am Samstag in Saarbrücken auf sechs Positionen geändert. Dabei fällte er zwei für ihn ungewöhnliche Entscheidungen: Erstmals änderte er die Viererkette auf zwei Positionen, indem Patrick Göbel und Leon Schneider beginnen durften; und Christian Kinsombi, der zuletzt nicht im Kader stand, kam von der Tribüne nicht etwa auf die Bank, sondern aufs Feld. Zudem standen Adriano Grimaldi, Kolja Pusch und Peter van Ooijen beim Anpfiff auf dem Platz, die im Saarland eingewechselt worden waren, wobei der Niederländer das 2:2 erzielt hatte.

Die Gäste zeigten sofort, dass sie den direkten Aufstiegsplatz erobern wollten und setzten den KFC gehörig unter Druck. Allerdings gelang es ihnen nicht, eine klare Torchance herauszuarbeiten. Die Uerdinger benötigten 17 Minuten, um erstmals nach von zu kommen und hatten gleich die beste Möglichkeit. Doch der Schuss von Kolja Pusch aus 20 Metern ging knapp am Winkel vorbei. Auch in der Folge gelang es keiner Mannschaft, eine klare Chance zu erspielen, weil es aufgrund des Tempos an der nötigen Präzision fehlte. Es war ein wildes Hin und Her, bei dem jeder Ball umkämpft war, ohne Ruhephasen oder längere Ballstafetten.

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Die Uerdinger kamen besser aus der Pause und hatten nach einem Freistoß eine Kopfballchance durch den eingewechselten Dave Gnaase, der im defensiven Mittelfeld für noch mehr Stabilität sorgen sollte. Die bis dahin beste Chance des Spiels hatte aber der Rostocker Pascal Breier nach einem Freistoß nach einer Stunde, der jedoch Torhüter Hidde Jurjus aus acht Metern anschoss. Es war allerdings auch die erste klare Möglichkeit für die Gäste, die nun wieder stärker wurden und sich belohnten. Nach einem Eckball staubte Pascal Breier zur Führung ab.

Der KFC stemmte sich wie zuletzt in Saarbrücken gegen die drohende Niederlage. Einen Schuss des eingewechselten Mie Feigenspan konnte Rostocks Torhüter Markus Kolke noch so gerade über die Latte lenken. Auf der anderen Seite traf Erik Engelhardt in der 86. Minute die Latte. Es wäre die Entscheidung gewesen.

In der Nachspielzeit sah Rostocks Nico Neidhart die rote Karte und der KFC bekam einen Elfmeter. Kolja Pusch trat an und Torhüter Kolke parierte. Bereits in Saarbrücken hatte der Uerdinger Muhammed Kiprit einen Elfmeter verschossen. So aber blieb es bis zum Abpfiff spannend. Der Sieg der Gäste war am Ende verdient.

Bereits am Freitag erwarten die Uerdinger den VfB Lübeck zum Kellerduell.