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3. Liga: KFC Uerdingen weite rim Dauereinsatz - am Dienstag gegen Hansa Rostock

Dienstag gegen Rostock : Der Dauereinsatz des KFC Uerdingen geht weiter

Am Dienstag erwarten die Uerdinger den FC Hansa Rostock zum Nachholspiel. Die Gastgeber, die auf Tim Albutat verzichten müssen, benötigen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, die Gäste für den Aufstieg.

Fünf Spiele in 13 Tagen – für den Rekordmeister FC Bayern München ist das nichts Besonderes. Die Spieler sind es gewohnt, im Drei-Tages-Rhythmus Spiele in der Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal oder mit der Nationalmannschaft zu absolvieren. Trotzdem hinterlässt solch ein Programm auch auf höchster Ebene seine Spuren. So wurde als ein Grund bei der 2:4-Niederlage von Borussia Dortmund bei Bayern, die erst in der Schlussphase zustande kam, genannt, dass der BVB das schwere Pokalspiel vom Mittwoch in Mönchengladbach in den Knochen hatte, während die Bayern in dem Wettbewerb nicht mehr dabei waren und frei hatten.

Wenn ein intensives Programm auf höchster Ebene Spuren hinterlässt, dann natürlich auch bei einem Drittligisten. Die Uerdinger bestreiten am Dienstag (19 Uhr) ihr viertes Spiel in zehn Tagen, ehe am Freitag das fünfte gegen den VfB Lübeck folgt. „Deshalb werden wir auch wieder vier, fünf Umstellungen vornehmen“, sagt Trainer Stefan Krämer, den das Thema Belastungssteuerung derzeit mindestens genauso viel beschäftigt wie der Gegner oder die Taktik. „Ich werden mit den Spielern, die zuletzt im Dauereinsatz waren, sprechen, um zu hören, ob sie sich einen weiteren Einsatz zutrauen.“

Einer, der gerne dabei wäre, aber nicht dabei sein darf, ist Tim Albutat. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler sah in Saarbrücken (2:2) seine fünfte gelbe Karte und ist damit gesperrt. In den bisherigen 27 Spielen kam er nur zwölf Mal zum Einsatz, obwohl er als Leistungsträger eingeplant war, als er im Sommer vom MSV Duisburg kam. Eine Verletzung, Corona und drei Sperren verhinderten mehr Einsatzzeiten. Dass der emotionale, einsatzfreudige Albutat gegen Rostock wieder fehlt, hat ihm Trainer Krämer allerdings sofort verziehen. „Er hat den Fehler eines Mitspielers ausgebügelt und einen Konter verhindert“, erklärt der Coach. „Dafür muss er nicht in die Mannschaftskasse zahlen. Ich hoffe aber, dass er demnächst regelmäßig eingesetzt werden kann, wenn es in die entscheidende Saisonphase geht. Er braucht den Spielrhythmus, der ist im Fußball extrem wichtig.“

So wäre es möglich, dass Gino Fechner wieder ins Mittelfeld vorrückt und Leon Schneider erneut als Innenverteidiger zum Einsatz kommt. Auch könnte Patrick Göbel als rechter Verteidiger auflaufen, um Haktab Omar Traoré eine Pause zu gönnen. Christian Kinsombi könnte sogar von der Tribüne aus sofort in die Startelf rücken. „Da bin ich eigentlich kein Freund von“, sagt Krämer, der die Berufung in den Kader als optimalen Übergang sieht. „Aber bei Kinsombi könnte ich mir das vorstellen.“ Auch Peter van Ooijen, der in Saarbücken den Ausgleich erzielte, und Adriano Grimaldi könnten wieder in der Anfangsformation stehen.

Krämer hat aber nicht nur das Spiel gegen Rostock im Blick, sondern ausnahmsweise auch die Partie gegen Lübeck, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Ich sehe diese Woche als Paket“, formuliert der Trainer diplomatisch, um sofort hinzuzufügen: „Wir werden das Spiel gegen Rostock aber mit Sicherheit nicht abschenken.“