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EM 2021: Schweiz gewinnt gegen Frankreich - Sommer wird zum Helden

Sieg im Elfmeterschießen : Sommer wird zum Helden beim Schweizer Sensationssieg gegen Frankreich

Die Schweiz hat sensationell das Viertelfinale der Europameisterschaft erreicht und im Elfmeterschießen den Weltmeister Frankreich ausgeschaltet. Gladbach-Torhüter Yann Sommer wurde zum Helden.

Die Schweiz hat nach einem aufopferungsvollen Kampf im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft im Elfmeterschießen den Weltmeister Frankreich ausgeschaltet. Yann Sommer wurde ausgerechnet gegen Superstar Kylian Mbappé zum Helden und brachte die Eidgenossen sensationell ins Viertelfinale. In Bukarest lieferten sich beide Mannschaften ein grandioses Fußballspiel – das zweite Achtelfinal-Spektakel des Tages. Die Schweizer treffen nun am Freitag auf die Spanier, die am Abend zuvor Kroatien in einem ähnlich hochklassigen Spiel nach Verlängerung mit 5:3 besiegten.

Bedanken können sich die Schweizer bei Gladbachs Keeper Sommer, der nach neun grandiosen Elfmetern den letzten Schuss von Mbappé hielt. Dabei ist der Keeper von Borussia Mönchengladbach nicht gerade als Elfmetertöter bekannt.

Schon in der regulären Spielzeit sah lange richtig gut aus für die Schweizer. Verdient führten die Eidgenossen zur Pause mit 1:0. Der ehemalige Bundesliga-Spieler Haris Seferovic kam in der 15. Minute zentral vor dem Strafraum an den Ball und schloss sofort ab. Dieser wurde zwar zunächst geblockt, doch Frankfurt-Star Steven Zuber fing ihn ab, ging zur Grundlinie und flankte in den Sechszehnmeterraum. Dort setzte sich Seferovic durch und köpfte zur Führung ein.

Auch nach der Pause hielt die Schweiz Frankreich zunächst in Schach. Der starke Zuber holte in der 52. Minute dann gar einen Strafstoß heraus – aber erst, nachdem der Videobeweis sich einschaltete. Der Offensivspieler vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt wurde von Benjamin Pavard im Strafraum von den Beinen geholt. Rodriguez vergab den Elfmeter aber.

Der gehaltene Elfmeter war so die Initialzündung für den Weltmeister. Zunächst scheiterte Kylian Mbappé, der bei diesem Turnier noch immer ohne Tor ist, nach einem schönen Pass von Paul Pogba. Dann machte es sein Sturmkollege Karim Benzema deutlich besser. Nach einer tollen Kombination von Antoine Griezmann und Mbappé wurde Benzema steil geschickt. Der Stürmer nahm die Kugel traumhaft per Hacke mit, legte sie sich selbst vor und schob am Schweizer Keeper Yann Sommer zum Ausgleich ein (57.).

Nur zwei Minuten später war die Partie gedreht: nach einem traumhaften Doppelpass zwischen Griezmann und Mbappé konnte Sommer zunächst klären, leitete den Ball aber unbeabsichtigt an den langen Pfosten weiter, wo Benzema hochsprang und einköpfte (59.). Mit dem zweiten Doppelpack des Turniers drehte er die Partie zwischenzeitlich, bevor Pogba sogar mit einem Traumtor aus gut 20 Metern nachlegte. Er zirkelte den Ball unhaltbar vorbei an Sommer in den Winkel (75.).

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Die Schweiz wechselte offensiv - und wurde dafür belohnt. Der Wolfsburger Kevin Mbabu lief auf der rechten Seite durch, flankte und im Strafraum konnte sich erneut Seferevoic gegen zwei Gegenspieler durchsetzen und brachte die Eidgenossen noch einmal auf 2:3 heran. Kurz darauf jubelten sie erneut, als Mario Gavranovic zum vermeintlichen 3:3 traf. Er stand allerdings knapp im Abseits. Wer nun dachte, dass es das gewesen wäre, sah sich getäuscht. In der 90. Minute zählte der Treffer von Gavranovic dann nämlich, nachdem Granit Xhaka ihn mit einem Traumpass in Szene setze. Die zweite Verlängerung des Tages.

In der gab es zwar Chancen auf beiden Seiten – ein Treffer sprang dabei aber nicht mehr heraus, weshalb es ins Elfmeterschießen ging. In diesem präsentierten sich alle Spieler kalt wie Hundeschnauze. Bis ausgerechnet Superstar Mbappé den letzten Strafstoß verschoss und die Schweiz die Sensation perfekt macht und ins Viertelfinale einzog.

(dör)