Bundesliga: 11. Spieltag - Hier wird es spannend

11. Spieltag der Bundesliga: Welche Spiele Sie am Wochenende nicht verpassen dürfen

Am Samstag ist in der Bundesliga wieder großes Kino angesagt. Spitzenreiter Borussia Dortmund empfängt die Bayern. Die Show hat schon lange vor dem Anpfiff begonnen. Auch hier wird es spannend.

Das sind die Partien, die Sie nicht verpassen sollten:

Verbaler Clásico vor dem Clásico

Uli Hoeneß hat sich vor der Partie seiner Bayern bei Borussia Dortmund verbal schon mal warmgelaufen. Manche nannten das, was er nach dem Champions-League-Spiel gegen AEK Athen sagte, spöttisch eine Regierungserklärung. Der 66-Jährige umriss alle Themen, die seit einigen Wochen im Bayern-Universum daher wabern, und natürlich ging es auch um das Spitzenspiel der Bundesliga bei Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr). Hoeneß ließ wissen, dass seine Mannschaft nur der Außenseiter sei. Wer die Bayern ein bisschen kennt, der weiß, dass die demonstrierte Demut der psychologischen Kriegsführung dient. Hoeneß nimmt durch seine Aussage schon einmal den Druck vom Kessel. Als selbsternannter Außenseiter hast du weniger zu verlieren. Wie tief der Stachel dann wirklich sitzt, wurde in einem anderen Statement deutlich. Hoeneß behauptete, die Bayern seien Zweiter, obwohl das wegen der besseren Tordifferenz Borussia Mönchengladbach ist. Als ein Journalist dem Bayern-Präsidenten das entgegenhielt, raunzte der: „Das interessiert mich nicht.“ Die Spiele sind eröffnet.

Gladbacher Ansage

Gladbach geht mit einem neuen Selbstverständnis in die Partie bei Werder Bremen. Bis vor wenigen Tagen noch hatten die Verantwortlichen sich zurückhaltend gegeben, wenn sie auf den zweiten Tabellenplatz, auf dem die Borussia steht, angesprochen wurden. Die Rede war dann von einer schönen „Momentaufnahme“. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel positionierte sich Borussias Trainer Dieter Hecking neu: Die Mannschaft stehe zurecht dort oben, das Wort Momentaufnahme sei im Grunde genommen „Quatsch“. Das sind ambitionierte Töne aus Mönchengladbach, das am Samstag, 15.30 Uhr, die gute Platzierung gegen zuletzt schwächelnde Bremer verteidigen will.

Miese Statistik

6:24 Gegentore, keine Punkte in den vergangenen sechs Spielen, 13 Gegentore in den vergangenen drei Partien, punktgleich mit dem Tabellenletzten VfB Stuttgart auf dem 17. Tabellenplatz. Mehr muss man über die Bedeutung der Partie von Fortuna Düsseldorf gegen den Tabellenachten Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr) nicht wissen. Düsseldorf hofft, dass Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit seinem Spruch: „Fußball ist keine Mathematik“ Unrecht hatte.

Alle guten Dinge sind vier

Beim VfB Stuttgart ist es unruhig. Das ist meistens so, wenn eine Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz steht. Und die Unruhe wird noch schlimmer, wenn dann auch noch ein neuer Trainer übernimmt und die Truppe weiter nicht gewinnt. So ist das bei den Schwaben. Markus Weinzierl übernahm vor dem Spiel gegen Dortmund. Seitdem gab es in drei Spielen elf Gegentore, einen eigenen Treffer machten die Schwaben nicht. Auch hinter den Kulissen rappelt es: Aufsichtsratsmitglied Guido Buchwald ließ öffentlich wissen, dass er sich im Verein mehr sportliche Kompetenz wünsche. Kein schönes Zeugnis für die, die sie gerade inne haben. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es gegen den Tabellen-15. aus Nürnberg. Punkte würden guttun.

(sef)
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