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Borussia Mönchengladbach: Gruppentraining unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Zurück auf dem Platz : Borussia trainiert in Gruppen – aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Ab Montag trainieren die Gladbacher in Kleingruppen auf dem Platz. Allerdings unter Auflagen des Gesundheitsamtes. Es gibt unterschiedliche Kabinen und die Trainingsgruppen sind über den Tag verteilt.

Zwei Wochen lang haben die Borussen individuell trainiert und sich vor allem im „Homeoffice“ fit gehalten. Ab Montag geht die Mannschaft von Marco Rose wieder auf den Platz – allerdings weiterhin unter strengen Auflagen des Gesundheitsamtes und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Das Gesundheitsministerium hatte in der vergangenen Woche eine Ausnahmegenehmigung für das Training auf dem Gelände des Arbeitgebers erlassen. Das Gesundheitsamt in Mönchengladbach hat Borussia zudem mitgeteilt hat, dass keine Bedenken bestehen, das Training der Profimannschaft unter den bekannten Auflagen aufzunehmen.

Entsprechend haben Rose und sein Trainerstab das Trainingsprogramm angepasst. Nach dem freien Tag am Sonntag ist das Team ab Montag in fünf bis sechs unterschiedlich große Gruppen eingeteilt, die unterschiedliche Kabinen nutzen und über den Tag verteilt trainieren werden. Im Training wird darauf geachtet, dass die nötigen Abstände eingehalten werden.

„Wir halten alle verordneten Hygiene-und Infektionsschutzmaßnahmen des Gesundheitsamtes streng ein“, sagte Borussias Sprecher Markus Aretz unserer Redaktion. Dazu gehört, dass zu den Trainingseinheiten, die geheim bleiben, keine Fans und Medienvertreter zugelassen sind.

„Der Fußball beansprucht keine Sonderstellung. Die Entscheidung des Gesundheitsministeriums gibt uns unter Einhaltung der Auflagen nun die Möglichkeit, den Trainingsbetrieb wieder ein Stück weit aufzunehmen. Das ist ein kleiner, für uns aber wichtiger Schritt. Oberste Priorität hat jedoch weiterhin die Gesundheit aller und in diesem Zusammenhang die Eindämmung des Coronavirus“, sagte Sportdirektor Max Eberl auf Borussias Intermetseite.

Der Alltag ist längst noch nicht wieder eingekehrt. Doch für die Spieler und Trainer Rose ist das Training in den Kleingruppen ein wichtiger Schritt nach vorn - mit Blick auf die Vorbereitung auf den eventuellen Wieder-Auftakt der Bundesliga Anfang Mai. Denn das Training wird wieder Fußball-affiner, weil in der Gruppenarbeit der Ball auch wieder eine andere Rolle spielen dürfte, bei Pass- und Schussübungen zum Beispiel.

Vorher mussten die Spieler kreativ sein, um ihr wesentlichstes Handwerkszeug in die Stabilitäts- und Kraftübungen, die im Homeoffice nun mal dominierten, einzubauen. Denis Zakaria nahm den Ball mit aufs Laufband und nutzte ihn quasi als „Hantel“, Jonas Hofmann kreierte eigens Spielformen, in denen die Kugel vorkam: „Ich lasse mir kreative Spiele bei mir zu Hause einfallen, bei denen der Ball nicht fehlen darf. Zum Beispiel Fußballgolf durchs Haus. Hauptsache, man spürt etwas am Fuß“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion.