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Home Office: Tipps für die Arbeit zu Hause

Homeoffice: Aktuelle News und Infos zur Homeoffice-Pflicht in NRW (Foto: dpa-tmn/Fabian Strauch)

Homeoffice

  • Definition: flexibles Arbeiten außerhalb der Betriebsräume des Arbeitgebers
  • Homeoffice-Pflicht: seit dem 24. November 2021

Spätestens seit der Corona-Pandemie kennt dieses Wort jeder: Homeoffice. Doch was ist das genau? Grundsätzlich versteht man in Deutschland umgangssprachlich unter Homeoffice ein heimisches Arbeitszimmer. Wie aber die Pandemie gezeigt hat, ist der Begriff noch umfassender. So beschreibt das Wort Homeoffice das flexible Arbeiten außerhalb der Betriebsräume des Arbeitgebers, also im privaten Umfeld – entweder in Teil- oder Vollzeit.  

Was ist beim Homeoffice zu beachten? 

Das Homeoffice eignet sich für Mitarbeitende im Büro. Einen Rechtsanspruch auf einen Homeoffice-Arbeitsplatz gibt es bisher noch nicht. Deshalb ist es wichtig, die Rahmenbedingungen dafür vorher mit dem Arbeitgeber abzusprechen und möglichst genau schriftlich festzuhalten. Das kann durch eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag oder in Form einer Betriebsvereinbarung geregelt werden.

Darin werden etwa Regelungen zur Ausstattung des Telearbeitsplatzes und zur Kostenerstattung genauso wie Angaben zum Arbeitszeit oder Datensicherheit im Homeoffice festgehalten. Für das Arbeiten im Homeoffice gelten zudem nach dem Arbeitsschutzgesetzt (ArbSchG) dieselben Vorschriften zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wie beim üblichen Arbeitsplatz direkt im Betrieb. 

Wer zahlt die Ausstattung vom Homeoffice? 

Genau wie beim üblichen Arbeitsplatz, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten der Ausstattung des Homeoffice-Arbeitsplatzes zu tragen. Das gilt sowohl für ergonomisches Mobiliar wie Bürostuhl oder Tisch, als auch für Arbeitsmittel wie Laptop, Drucker oder Papier. Häufig geht der Arbeitnehmer dabei in Vorleistung. Es besteht ein Anspruch auf Erstattung. Schwieriger ist die Frage der Kostenübernahme bei anteiliger Nutzung von privatem Internet- oder Telefonanschluss oder auch Strom- und Wasserverbrauch im Homeoffice zu klären. Die Aufwandserstattungen für solche Dinge klärt man am besten im Vorfeld, etwa durch Pauschalen, und hält sie schriftlich fest. 

Kann man Homeoffice von der Steuer absetzen? 

Das klassische, separate Arbeitszimmer ist in jedem Fall von der Steuer absetzbar. Der Höchstsatz liegt bei 1.250 Euro jährlich. Die Kosten für die Ausstattung des Homeoffice können auch unabhängig von einem Arbeitszimmer in der Werbungskostenpauschale mit bis zu 1.000 Euro beim Finanzamt geltend gemacht werden. Zudem hat die Bunderegierung für 2020 und 2021 eine Homeoffice-Pauschale zur Entlastung der Arbeitnehmer aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen. Mit der Homeoffice-Pauschale können in der Werbungskostenpauschale pro Arbeitstag im Homeoffice fünf Euro von der Steuer abgesetzt werden, maximal jedoch 600 Euro im Jahr. Sie soll für alle gelten – unabhängig von einem abgeschlossenen Arbeitszimmer oder einem Nachweis der Homeoffice-Anordnung des Chefs. 

Was bedeutet die Homeoffice-Pflicht? 

Durch die Änderung des Infektionsschutzgesetztes gilt seit dem 24. November 2021 wieder die Homeoffice-Pflicht. Das bedeutet, dass Arbeitgeber grundsätzlich bei Büroarbeiten oder ähnlichen Tätigkeiten ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice anbieten müssen. Beschäftigte wiederum müssen das Angebot annehmen. Nur bei zwingend betrieblichen Gründen oder mangelnden räumlichen und technischen Möglichkeiten seitens des Arbeitsnehmers ist die Pflicht laut Bundesarbeitsministerium aufgehoben.

Aktuelle News und weitere Infos zum Thema Homeoffice finden Sie hier.

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