Weihnachtsbaum-Aktion in Lüttingen: Landjugend entschuldigt sich für zu laute Musik

Weihnachtsbaum-Aktion in Lüttingen : Landjugend entschuldigt sich für zu laute Musik

Als die Landjugend in Lüttingen die Weihnachtsbäume abholte, machte sie lautstark auf sich aufmerksam – deshalb gab es Beschwerden.

Die Landjugend Lüttingen hat am Wochenende die Weihnachtsbäume im Xantener Ortsteil eingesammelt. Ein Anwohner kritisierte anschließend in einem Schreiben an die Redaktion, dass die jungen Menschen dabei schon morgens Alkohol getrunken und laut Musik gehört hätten. Auf Anfrage erklärte die Landjugend, sie habe schon mit einigen Bewohnern des Dorfes gesprochen und bitte um Entschuldigung, wenn sich jemand gestört gefühlt habe. Im nächsten Jahr werde sie es anders machen. „Wir haben die Fehler eingesehen.“

In fast allen Ortsteilen von Xanten waren die Weihnachtsbäume in der vergangenen Woche durch ein Unternehmen eingesammelt worden. In Lüttingen übernahm die Landjugend diese Aufgabe ehrenamtlich, nach 2018 zum zweiten Mal. „Es ist richtig, dass Alkohol auf dem Wagen getrunken wurde“, teilte der Vorstand unserer Redaktion mit. „Dies hielt sich aber in Grenzen.“ Sie hätten auf dem Wagen auch laute Musik und Megafone gehabt, aber um auf sich aufmerksam zu machen. „Da letztes Jahr Beschwerden dazu aufkamen, dass man uns nicht gehört hätte und viele Leute daher keine Chance hatten, zu spenden.“ Die Landjugend hatte darum gebeten, dass ihre Arbeit durch Spenden unterstützt wird.

Der Anwohner, der sich in einem Schreiben an die Redaktion beschwerte, verglich die Aktion mit einer Karnevalssitzung. Dazu erklärte die Landjugend: „Natürlich ist es nicht in Ordnung, die ganze Sache so herüber zu bringen, dass die Leute denken, es sei Karneval und wir würden es nur zu unserer eigenen Belustigung machen.“ Das Einsammeln der Bäume sei eine Aktion fürs Dorf. Sie hätten auch zahlreiche positive Reaktionen erhalten. „Viele Leute haben uns auf verschiedene Weise unterstützt.“ Sie hätten Geld bekommen, aber auch Schokolade. Dafür bedanke sich die Landjugend. „Das hat uns sehr gefreut.“