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Salz-Abbau: Ministerin lädt Bürgerinitiative zum Gespräch ein

Salz-Abbau am Niederrhein : Ministerin will mit Betroffenen über Salz-Abbau reden

Umwelt-Ministerin Heinen-Esser hat am Rande des CDU-Neujahrsempfangs die Bürgerinitiative der Salzbergbau-Betroffenen zu sich eingeladen.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat den Betroffenen des Salzbergbaus am Niederrhein zugesagt, dass sie sich ihre Sorgen anhört und mit ihnen über die Folgen des Abbaus spricht. Auf dem Neujahrsempfang der CDU-Fraktion in Xanten schlug sie am Sonntag vor, dass die Bürgerinitiative dafür zu ihr nach Düsseldorf kommt. Der Stadtverordnete Tanko Scholten (CDU) hatte sie vorher auf das Thema angesprochen und sie um Unterstützung gebeten. Zwischen Xanten, Alpen und Rheinberg sei unterirdisch ein weiterer Salz-Abbau geplant. Die Menschen in den betroffenen Gebieten befürchteten Schäden an Gebäuden, Straßen, Kanälen und Deichen, erklärte Scholten. Heinen-Esser schlug daraufhin vor: „Kommen Sie mit der Bürgerinitiative zu mir nach Düsseldorf. Wir sollten uns vielleicht einmal zusammensetzen.“

Das Unternehmen K+S betreibt das Bergwerk in Borth und plant einen weiteren Salz-Abbau in der Region. Ein entsprechender Antrag inklusive einer Umweltverträglichkeitsprüfung wird vom Konzern vorbereitet, wie ein Sprecher sagte. Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW lehnt den Abbau ab, weil aus ihrer Sicht nicht ausreichend geklärt ist, wer langfristig für Schäden an Gebäuden, Straßen und Deichen aufkommt. Auf einer Informationsveranstaltung in Birten zeigten sich viele Hausbesitzer über die Pläne von K+S besorgt. Die Bürgerinitiative ist vor wenigen Jahren gegründet worden und hat an die 1200 Mitglieder.