SV Sonsbeck spielt in Klosterhardt

Auswärts gegen Abstiegskandidaten: SV Sonsbeck vor Charaktertest

Fußball-Landesliga: Der Tabellendritte muss nach dem 6:1-Gala-Auftritt gegen beim Vorletzten in Klosterhardt ran.

Sonsbeck Hochmut kommt vor dem Fall. Eine Redewendung, die Thomas von Kuczkowski seinen Spielern womöglich vor der sonntäglichen Auswärtspartie ins Gedächtnis ruft. Jedenfalls warnte der Trainer des Landesligisten SV Sonsbeck seine Mannschaft nach dem 6:1-Erfolg über Genc Osman davor, überheblich oder gar arrogant auf dem Rasen zu sein. Und der dritte Tabellenplatz weckt womöglich im Umfeld des Vereins überzogene Erwartungen. Der Coach spricht vor der Begegnung bei Arminia Klosterhardt von einem Charaktertest für seine Elf. Es gilt, gegen den Vorletzten die Leistung zu bestätigen. „Vieles ist Kopfsache. Im nächsten Spiel können die Jungs zeigen, dass sie das Zeug haben, eine Spitzenmannschaft zu sein“, sagt von Kuczkowski.

Was war das für ein Gala-Auftritt am vergangenen Sonntag gegen eine Duisburger Mannschaft, die sich mit der eigenen Taktik keinen Gefallen tat. Der Aufsteiger lief die spielfreudigen Sonsbecker (zu) früh an. Der SVS ließ sich nicht auf ein „Klein-Klein“ ein. Ansehnlich wurde die erste Linie des Gegners überwunden und sich so viel Platz im Mittelfeld geschaffen. Und diese Räume nutzten die Hausherren konsequent aus.

Allen voran Felix Terlinden, der mit drei Toren maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte. Der Stürmer spielt vielleicht seine beste Saison für den SVS. Elf Treffer stehen bereist auf seinem Konto. Sollte Terlinden von einer langwierigen Verletzung verschont bleiben, müsste er seinen Topwert aus der Spielzeit 2015/16 übertreffen. 16 Tore hatte der Angreifer damals erzielt.

  • SVS wie eine Spitzenmannschaft : 6:1 – Sonsbeck fertigt Genc Osman ab

Thomas von Kuczkowski ist froh, einen Spielertypen wie Terlinden in seinen Reihen zu haben. Er hat seinen Platz in der ersten Elf sicher. Einen Grund, in Klosterhardt jemanden aus der Anfangsformation zu nehmen, gibt’s eigentlich nicht. Bis auf Kristof Prause stehen dem Coach alle Balltreter zur Verfügung. Thomas von Kuczkowski geht davon aus, dass die Arminia alle kämpferischen Tugenden in die Waagschale wirft. Der Gegner steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Erst einen Sieg gab’s auf heimischer Anlage, aus den letzten fünf Partien holte das Team von Trainer Marcus Behnert nur einen Zähler.

Die Sonsbecker streben den neunten Saison-Sieg an – am liebsten ohnen Gegentreffer. Dann freut sich auch die Mannschaftskasse. Spielt der SVS zu null, müssen Thomas von Kuczkowski, sein „Co“ Andreas Bergmann und Torwartrainer Bernd Vengels jeweils fünf Euro einzahlen. Der Chefcoach sieht für sein Team einen weiteren positiven Nebeneffekt, den ein Auswärtserfolg mit sich bringen würde: „Es wäre Werbung für das nächste Derby.“ Der Dritte erwartet am 18. November den SV Scherpenberg.

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