Ossenberg will in Orsoy schwarze Serie beenden

Die Borussia drückt Lüttingen die Daumen: Veen hat Tabellenführung im Visier

Fußball-Kreisliga A: Der 15. Spieltag beginnt mit der vorgezogenen Partie der Borussia gegen Scherpenberg II. Ossenberg möchte am Sonntag die schwarze Serie in Orsoy beenden. Lüttingen steht vor einer Reifeprüfung.

Jetzt also Sonsbeck II. Als fünfte Mannschaft aus dem Kreis der Fußball-A-Ligisten darf sich das Team um Trainer Johannes Bothen über die Tabellenführung freuen. Kleines Problem: Die Halbwertzeit der Clubs an der Spitze betrug bislang nie mehr als drei Wochen, dann mussten Lüttingen, Veen, Ossenberg und zuletzt der Rumelner TV den ersten Rang schon wieder räumen.

Das Gerangel auf den oberen Positionen ist groß. Ob der SV Sonsbeck II den Platz an der Sonne auch nach dem 15. Spieltag inne hat, darauf hat das Team von Trainer Johannes Bothen keinen Einfluss. Denn das für Freitagabend angesetzte Heimspiel gegen Viktoria Alpen wurde abgesagt (siehe Info-Kasten).

Borussia Veen hat sich für dieses Wochenende alle Optionen offen gehalten. Die „Krähen“ empfangen heute ab 20 Uhr den SV Scherpenberg II. Klappt‘s mit einem Sieg über den starken Aufsteiger, wäre ein lästiger Konkurrent im Bemühen um vordere Plätze erstmal abgeschüttelt. Und sollte der Nachbarn aus Lüttingen seinen Teil beitragen, dann lacht sogar der erneute Sprung auf den ersten Rang. „Eins nach dem anderen“, denkt sich Trainer Christian Hauk, und warnt vor den Moersern, die zu zehnt die Punkte aus Alpen entführten.

Auf fremden Plätzen ist der SSV Lüttingen eine Macht. Keines ihrer bislang sieben Gastspiele haben die Fischerdörfler in den Sand gesetzt. Am Sonntag folgt mit dem Besuch beim Zweiten in Rumeln die Reifeprüfung, die auch über den weiteren Kurs des in eigenen Gefilden angreifbaren Teams um Trainer Stefan Kuban entscheiden wird. Endet die Serie des SSV, dann muss sich das Team im Kampf um die besseren Plätze wieder hinten anstellen. Da fällt schon ins Gewicht, dass die Lüttinger ausgerechnet jetzt auf den Rot gesperrten Oliver Tittel verzichten müssen.

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Die Rückblicke von Concordia Ossenberg auf die Derby-Auftritte beim SV Orsoy fallen zwiegespalten aus. „Wir haben oft das Spiel gemacht“, erinnert sich Trainer Björn Quint, „am Ende aber hat dann Orsoy gewonnen.“ In Zahlen liest sich das dramatisch, denn seit zwölf Jahren schon warten die Ossenberger auf einen Sieg beim Nachbarn. Quint sieht akuten Änderungsbedarf. Mit der Rückkehr von David Hartung steht ihm eine weitere Option in der Offensive zur Verfügung. Die Gastgeber müssen den gesperrten Kajanthan Sivam ersetzen.

Der SV Budberg II hat sich mit dem Sieg in Büderich vom Tabellenende verabschiedet. Im Heimspiel gegen den ESV Hohenbudberg könnte der nächste Streich gelingen. Mit einem Sieg über den (noch) besser postierten Gast wäre der Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze wieder ein Stück näher gerückt. „Das wird noch ein langer Weg werden, bis wir aus dem Keller raus sind“, glaubt Coach Michael Seewald. Aber, möglich ist alles, denn „in der Mannschaft spielen Supertypen, die sich gegenseitig helfen.“ Sein Credo vor dem wichtigen Spiel: „Wir wollen wieder mit Leidenschaft spielen und noch etwas mehr Selbstvertrauen tanken.“ Lennart Auweiler könnte nach seinem Einsatz in der „Dritten“ wieder im Kader der „Reserve“ stehen.

Fünf Niederlagen in Folge sind nicht spurlos am SV Büderich vorbeigegangen. „Wir müssen schleunigst den Schalter umlegen“, wünscht sich Trainer Stefan Tebbe ein Erfolgserlebnis. Was könnte sich da besser anbieten, als der Auftritt beim Schlusslicht FC Neukirchen-Vluyn? Dessen Bilanz fällt mit sieben punktlosen Auftritten sogar noch schlechter aus. Fabian Kirsch kehrt nach abgelaufener Sperre wieder zurück, um den Einsatz seines Kapitäns Jan Satzinger bangt Tebbe allerdings noch. Nicht mehr im Kader steht Felipe Moroder-Bendyk, den es beruflich nach Köln gezogen hat.

Der SV Millingen muss im Spiel beim MSV Moers auf Tim Böttcher verzichten. Der Doppeltor-Schütze des vergangenen Sonntag erst der Matchwinner, dann der Gelackmeierte, als er sich in letzter Minute noch die Ampelkarte einfing.

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