Kamp-Lintforter Kegler reißen das Ruder noch herum

Sportkegeln: Bestmarke für Mertsch, Batsch und Mandelik mit Super-Serien

Die Sportkegler Kamp-Lintfort haben beim Favoritenduell gegen Rösrath in einem spannenden Spiel die Oberhand behalten und einen 5391:5183 Holz, 3:0/48:30-Sieg eingefahren. Diese Partie hätte auch in der Beletage des deutschen Kegelsports stattfinden können, da beide Mannschaften vor gut gefüllter Glückauf-Sporthalle beeindruckenden Sport lieferten.

Im Anfangsblock sorgten Mike Mertsch und Henk Lardenoije für Furore. Mertsch begann spektakulär mit 135 Holz, darunter 15 Neunen in die Vollen und hatte nach der zweiten vollen Gasse 268 Holz auf seinem Konto. Er zog nach zwei Bahnen uneinholbar davon und sorgte für die Bestmarkel ligaweit, die in dieser Saison gespielt wurde: 968 Holz und zwölf Punkte. Lardenoije endete bei hervorragenden 916 Holz und elf Punkten. Da auch die Gäste mit respektablen Ergebnissen aufwarteten (Winkler 875/7, Kohlhoff 894/9) war der zweite Block gefordert.

Nils Eichenhofer und Marcel Bernsee hielten die Messlatte hoch. Bernsee gelang ein guter Start, verfiel dann aber in Richtung Durchschnitt. Am Ende langte es für ihn zu 852 Holz und 3 Punkten. Eichenhofer machte es genau anders herum. Er startete verhalten, um sich dann ins Spiel zurück zu kämpfen (864/4). Ärgerlich dabei war, dass er durch einen Fehler kurz vor Schluss beide Rösrather (Hennes 871/6 sowie Habeth 869/5) ziehen lassen musste.

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Im letzten Block mussten beide Rösrather unter der Zahl von Bernsee aus dem zweiten Block, zugleich mussten Timo Mandelik oder Sascha Batsch über die Zahl von Kohlhoff oder von Winkler aus dem ersten Block spielen. Der Rösrather Thomas Zimmermann verabschiedete sich schnell aus dem Rennen und übernahm mit 823 Holz und einem Punkt die Rote Laterne. Auch Dominik Schulz (Rösrath) langte auf der ersten Bahn daneben, so dass er sich exakt hinter Bernsee einreihte (861/2). Mandelik spielte erneut stark, und es sah alles nach einem sicheren 900 aus, bis er sich zu Beginn der letzten Abräumgasse einen Fehler erlaubte und so noch sieben „Neuner“ nachlegen musste. Er machte seinen Fehler schnell wieder gut und beendete sein Spiel mit hervorragenden neun „Blanken“ am Stück (908/10). Batsch musste nun noch die 875 Holz von Winkler toppen, um die drei Punkte daheim zu behalten. Alles sah danach aus, als würde es bis zur letzten Kugel spannend bleiben. Es kam es, wie es kommen musste: Batsch setzte sich nach dem 25. Wurf so unter Druck, dass auch er die letzten fünf Würfe „durchblanken“ musste. Gleichzeitig mit der Serie von Mandelik legte auch Batsch los und verwandelte mit seiner Serie sämtliche Sitzplätze der Glückauf-Sporthalle in Stehplätze. In den hinteren Reihen stiegen die Zuschauer auf die Barhocker, und als Batsch seinen Joker zum Sieg warf, fand der Jubel kein Ende mehr. Mit 883/8 Punkten setzte Batsch diesem Spiel die Krone auf. Das beste Heimspiel der Saison gegen den besten Gegner der Saison.In einem wirklich hochklassigen und spannenden Spiel konnten beide Teams untermauern, dass sie ins Oberhaus wollen.

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