Fußball-Landesliga: SV Sonsbeck erwartet Königshardt

Fußball : SV Sonsbeck und die Motivationsfrage

Fußball-Landesliga: Die Rot-Weißen müssen am Sonntag gegen die SF Könighardt mehr zeigen als in Rellinghausen.

Elf Landesliga-Partien liegen hinter dem SV Sonsbeck. Adis Dedic kann noch keine Einsatzminute vorweisen. Das könnte sich alsbald ändern. Der 21-Jährige Mittelfeldspieler trainiert emsig, damit Thomas von Kuczkowski ihn nicht aus den Augen verliert. „Sein erster Einsatz ist nicht nicht weiter Ferne“, teilte der Coach Dedic in dieser Woche mit. Womöglich klappt’s schon am Sonntag im Heimduell gegen die SF Königshardt. Ohnehin wird sich in der Anfangsformation einiges ändern. Der Auftritt in Rellinghausen mit dem Tor zum 1:2 in der Nachspielzeit war arg enttäuschend. So stellte von Kuczkowski seiner Mannschaft die Motivationsfrage. Nicht jeder sei an seine Grenzen gegangen.

Und darüber wunderten sich Trainer und die mitgereisten Anhänger. Schließlich spielt der SVS oben mit. Die fußballerische Qualität ist vorhanden. Das haben die Rot-Weißen schon mehrfach unter Beweis gestellt. Doch muss auch die Moral stimmen; gerade wenn’s gegen Teams aus dem Tabellenkeller geht, die über die Mentalität zum Erfolg kommen wollen.

In Rellinghausen vermisste von Kuczkowski bei seiner Elf den unbedingten Willen, drei Punkte mitzunehmen: „Das war kein gutes Spiel von uns – von der ersten bis zur letzten Minute. Die Niederlage ging in Ordnung.“ Keeper Tim Weichelt und Stürmer Felix Terlinden ließ er bei seiner Kritik außen vor. In dieser Auswärtspartie lief einiges schief. Völlig ungewohnt spielte Stephan Schneider etliche Fehlpässe auf kurzer Distanz, Sebastian Leurs verstolperte viele Bälle. Auch Lewis Brempong hatte nicht seinen besten Tag. Er bleibt am Sonntag auf jeden Fall draußen – allerdings wegen einer Verletzung. Er klagt über ein dickes Knie. Jannis Pütz meldete sich fit und wird von Beginn an dabei sein.

Offen ließ von Kuczkowski, ob Kai Schmidt in den Kader zurückkehrt. Der Stürmer war am vergangenen Sonntag erneut in der „Zweiten“ aufgelaufen und hatte mit Toren auf sich aufmerksam gemacht.

Um Aufsteiger Königshardt zu bezwingen, müsse seine Elf „mit dem Kopf dabei sein“, sagt der SVS-Trainer. Das sei eine Grundvoraussetzung für ein positives Ergebnis. Die Gäste aus Oberhausen seien ein Gegner, der sich durch „starke Moral“ auszeichnet. Durch die Schlappe in Rellinghausen sei der Druck, zu Hause gewinnen zu müssen, „brutal groß.“

Womöglich darf ja auch Adis Dedic auf der „6er“- oder „10er“-Position mithelfen, dass Thomas von Kuczkowski diesmal mit einem Siegerlächeln den Platz verlässt.