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Platz gesperrt – Ossenberger sauer auf die Stadt

Sportpolitik : Platz gesperrt – Ossenberger sauer auf die Stadt

Die Verwaltung habe es versäumt, einen maroden Flutlichtmast rechtzeitig auszutauschen, lautet der Vorwurf des Vereins.

Verschiedene Mitarbeiter der Stadt Rheinberg haben am Tag vor Heiligabend eine E-Mail von der Fußball-Abteilung der Ossenberger Concordia erhalten. Es waren nicht die typischen weihnachtlichen Grüße, die Geschäftsführer Dennis Tenge formuliert hatte. Er teilte auch Bürgermeister Frank Tatzel mit, dass der Club den Platz an der Schloßstraße gesperrt habe, weil ein Flutlichtmast marode sei. Gleichzeitig äußerte Tenge seinen Unmut über die Verwaltung, die den Mast längst hatte austauschen wollen. Seit dem 23. Dezember hängt das Hinweis-Schild „Gesperrt“ am Platz-Eingang. Die Ossenberger befürchten gar, dass sie in der Rückrunde kein Spiel mehr auf dem Concordia-Rasen austragen können.

Mit Flatterband hat der Fußball-Vorstand den betroffenen Mast abgesperrt. „Wir haben uns aus Haftungsgründen und Sorgfaltspflicht zu diesem Schritt entschlossen. Eigentlich hätte die Stadt das machen müssen“, sagt Tenge. Am 24. Juni gab’s auf dem Platz eine Standsicherheitsprüfung. Wegen Rostbefall und „einer deutlich erhöhten Durchbiegung“ notierte der Fachmann für einen der sechs Masten nur eine Standsicherheit von sechs Monaten. Mitte Juli schickte die Verwaltung eine Info raus, dass der Mast in Kürze ausgetauscht werde. Mitte September meldet sich die Stadt erneut mit dem Ankündigung, dass „die Anschaffung konkreter“ werde, wie Tenge mitteilt. Dann hörte die Concordia nichts mehr.

„Da die Stadt sich nicht gerührt hat, blieb uns gar nichts anderes übrig, als selber den Platz zu sperren. Schließlich besteht akute Gefahr. Und wir möchten nicht, dass sich jemand verletzt“, meint Tenge weiter. Weil bislang nichts geschehen sei, haben die Ossenberger die Sorge, dass sich der Mast-Austausch noch Monate hinziehen könnte. „Wir wissen nicht, wie weit die Planungen bei der Stadt fortgeschritten sind.“ Und auch das Fundament müsse ja neu gegossen werden. „Ich möchte hier noch einmal festhalten, dass wir alle dieses Amt ehrenamtlich ausüben und maßlos enttäuscht sind vor dem Verhalten der Verwaltung“, schreibt Tenge am Ende seiner Mail an die Stadt.