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Fußball-Kreis Moers: Rekordstrafe – es fehlen zu viele Schiris

Fußball-Wintertagung : Rekordstrafe – es fehlen zu viele Schiris

14.500 Euro müssen die Vereine im Fußball-Kreis Moers zahlen, weil sie zu wenige Referees gemeldet haben. Auf der Winter-Tagung wurden zwei Spieler für ihre Fairplay-Gesten ausgezeichnet.

Zahlen standen im Mittelpunkt der Winter-Arbeitstagung des Fußball-Kreis Moers mit den angeschlossenen Vereinen. Obmann (KFO) Wolfgang Jades und seine Ausschuss-Mitglieder hatten bewusst auf eine Tagesordnung verzichtet. Sie hofften auf eine rege Diskussion an der Basis. Demnächst wird wieder eine größere Summe an Ordnungsgeldern in die Verbandskasse gespült werden. Denn vom MSV Moers, FC Meerfeld, SV Orsoy, TB Rheinhausen, FC Rumeln-Kaldenhausen, TV Kapellen und TuS Asterlagen tauchte niemand beim Treffen im Sportheim des SC Rheinkamp auf.


Strafen
Ein Raunen ging durchs SCR-Clubheim, als Kreis-Geschäftsführer Michael Vorbeck die Summe nannte. 14.500 Euro sollen die Vereine zahlen, weil sie zu wenige Unparteiische gemeldet haben. „Hochgerechnet fehlen uns 31 Schiedsrichter“, weiß Vorbeck. Im Jahr davor waren es „nur“ 11.960 Euro gewesen. Als Spitzenreiter werden diesmal die DJK Lintfort, der VfL Rheinhausen und Borussia Veen geführt, die jeweils 900 Euro überweisen müssen.

Fiel durch eine besondere Fairplay-Geste auf: Jan Luca Rassier von Viktoria Alpen. Foto: FuPa/Björn Niedrig


Positive Beispiele So musste der SV Budberg in 2019 noch 2400 Euro zahlen, dank intensiver Werbung hat sich die Summe auf 400 Euro verringert. Um die Suche nach Spielleitern für die Vereine attraktiver zu machen, stellte der Kreis-Vorsitzender Franz-Peter Mölders ein gemeinsam mit dem Fußball-Verband Niederrhein erarbeitetes Programm vor. Die Clubs, die ein sogenanntes Übersoll an Schiedsrichtern haben, werden besonders ausgezeichnet Und so erhielten in Rheinkamp gleich elf Vereine Bildungs-Gutschein. Die können beim FVN für die Trainer-Ausbildung eingelöst werden.

Auch er machte durch eine besondere Fairplay-Gesten auf sich aufmerksam: Timur Aydin vom SV Schwafheim II. Foto: FuPa/Sabine Reichelt


Fairplay Für außergewöhnliche Aktionen gegenüber Schiedsrichtern wurden zwei Spieler mit einer Urkunde und einem Gutschein eines Sportartikel-Herstellers ausgezeichnet. Timur Aydin (SV Schwafheim II) hatte zugegeben, dass der Ball vor seiner Flanke und anschließendem Tor gegen den MSV Moers II bereits hinter der Seitenlinie gewesen war. Jan Luca Rassier (Viktoria Alpen) korrigierte den Unparteiischen, dass ein Foul gegen ihn im Duell gegen den SV Millingen vor und nicht im Strafraum geschah. So wurde doch kein Elfmeter gepfiffen. Rassier soll am 6. März im Heimspiel der Alpener gegen Concordia Ossenberg einen Fairness-Pokal vom FVN erhalten.


Saison 2020/21 Jades gab einige Eckdaten zur nächsten Spielzeit bekannt. Für den ersten Spieltag der Gruppen mit 18 Mannschaften wurde der 16. August ausgewählt. Eine Woche später starten die 16er-Gruppen. Die erste Runde im Verbands- und Kreispokal wird am 9. August stattfinden. Vorgesehen sind auch zwei Wochen-Spieltage. „Uns fehlt mit dem Feiertag am 1. November, der auf einen Sonntag fällt, ein Spieltag, so dass wir zu dieser Maßnahme gezwungen sind“, erläutert Jades. Die Hinserie endet am 15. Dezember 2020. Nach der Winterpause geht’s am 21. Februar 2021 weiter. Der letzte Spieltag der nächsten Saison wird am 6. Juni ausgetragen. Danach folgen die Aufstiegs- und Relegationspartien.


Ausblick Der Kreis-Fußball-Obmann schaute noch weiter voraus. „Im Jahr 2022 werden wir auf jeden Fall trotz der WM-Duelle im Herbst und Winter in Katar zumindest bis hinauf zur Regionalliga durchspielen. Bei möglichen Spielen der deutschen Mannschaft an Sonntagen können Begegnungen allerdings kurzfristig verlegt werden“, sagte Jades. Keinen Diskussionsstoff lieferte die eingleisige Kreisliga B, die zur Spielzeit 2021/22 eingeführt werden soll. Dagegen gibt’s bei den Kreis-Vereinen unterschiedliche Meinungen zu einem Pilot-Programm des hessischen Fußball-Verbands. Auf den Plätzen dort soll in der kommenden Spielzeit eine zehnminütige Zeitstrafe die gelb-roten Karte ersetzen.