Fall Asterlagen ein Thema auf der Arbeitstagung des Fußball-Kreises Moers

Fußball : Fall Asterlagen: Obmann Jades kritisiert Hetz-Kommentare im Netz

Die Vorfälle beim Relegationsspiel des Büdericher SV sind ein Thema bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreises Moers. Es bleibt bei der Einteilung der B-Liga.

Zwei komplexe Themen lagen am Montagabend wie ein Schatten über der Arbeitstagung des Fußball-Kreises Moers im Clubheim des SC Rheinkamp. Zum einen waren es die Vorfälle im Relegationsspiel zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV, zum anderen wurde über die Neuordnung der beiden B-Liga-Gruppen gesprochen. 43 der 44 Vereine des Kreises waren anwesend.

So hitzig wie es manchmal auf den Plätzen zugeht, so diszipliniert waren die Funktionäre in Rheinkamp. Beim Fall Asterlagen ärgerte sich Wolfgang Jades, Vorsitzender des Kreis-Fußballausschusses, besonders über die Hetz-Kommentare gegen sein Gremium und die rechtsprechenden Stellen in den sozialen Medien. „Wenn das so weitergeht, dann kommen wir an das Ende unserer Gesellschaft – und auch im Fußball“, sagte er.

Beim Kreis wurde eine Liste erstellt, in der alle Vergehen, die Schiedsrichter in den Spielbericht eingetragen haben, erfasst sind. Sie wird von Kreis-Geschäftsführer Michael Vorbeck geführt. Und der gab bei der Versammlung bekannt, dass darauf keinesfalls der TuS Asterlagen der Spitzenreiter sei. Auf eine genaue Darstellung musste Vorbeck allerdings aufgrund fehlender Technik im Rheinkamper Clubheim verzichten.

Ruhig und sachlich ging’s beim zweiten Streit-Thema Einteilung der B-Ligen zu. Armin Remers vom SSV Lüttingen erläuterte noch einmal die Bedenken der Nord-Vereine, die in Zukunft auf einige Lokalduelle verzichten müssen und öfter zu Partien in südlicher Richtung aufbrechen müssen. „Zum Spiel SV Menzelen gegen Viktoria Birten sind immer rund 150 Zuschauer gekommen, weil es halt ein Derby ist“, so Remers.

Eine Behauptung, die Jades anhand der eingetragenen Zuschauerzahlen schnell entkräftete. Und er bekam Unterstützung von den Clubs aus dem südlichen Bereich. „Wir spielen gerne einmal gegen andere Gegner“, sagte ein Vertreters des TV Kapellen und fand große Zustimmung.

Jades hatte vorab die Gründe für das Vorgehen der Ausschussmitglieder erläutert. „Wir haben immer weniger spielende Mannschaften im Kreis, weshalb die B-Liga in den nächsten Jahren auf eine Gruppe reduziert wird.“ Bestes Beispiel für die rückläufige Tendenz seien der SC Rheinkamp und der MSV Moers. Beide Clubs hatten nach Erstellung der Spielpläne in der Kreisliga C ihre dritten Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet.

Es gab auch Erfreuliches für die Vereine auf der Arbeitstagung zu hören. Ein amerikanischer Sportartikel-Produzent mit europäischem Firmensitz in Ratingen will vermehrt in den Fußball und besonders in den unteren Ligen einsteigen. Ein Vertreter des Unternehmens verloste mit Sabine Tewes vom TB Rheinhausen einen Satz Trikots. Der TuS Baerl war der glückliche Gewinner.

Bei der Versammlung wurde die erste Runde des Kreispokals ausgelost, die am kommenden Sonntag über die Bühne gehen soll. Der Büdericher SV (Kreisliga B) und der SV Rheinkraft Ginderich (Kreisliga C) haben dabei Heimspiele. Büderich erwartet den Bezirksligisten FC Meerfeld. Der SV Ginderich hat den A-Ligisten SSV Lüttingen zu Gast.

Mehr von RP ONLINE