Fußball : Alpen schubst die Concordia vom Thron

Fußball-Kreisliga A: Jonas Feuchter und Andreas Dargel erzielen beim 2:1-Sieg im Spitzenspiel die Treffer der Viktoria.

Das muntere Wechselspiel an der Tabellenspitze der Kreisliga A hält an. Der Rumelner TV ist erstmals in dieser Spielzeit an oberster Stelle. Der Dank der West-Duisburger für die nötige Schützenhilfe gilt der Elf von Viktoria Alpen, die ihre Qualität als „Königsmörder“ unter Beweis gestellt hat. Die Blau-Gelben schubsten Concordia Ossenberg mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg vom Ligathron hinab auf den dritten Rang.

„Dabei war das noch nicht einmal eine Leistung, auf die man besonders stolz sein sollte“, setzte Alpens Trainer Jörg Schütz den Gästen noch einen Nackenschlag oben drauf. Sein Team hat einen guten Job gemacht - mehr aber auch nicht. Schütz mochte seinen Schützlingen dann aber doch noch ein nettes Wort mit auf den Nachhauseweg geben. „Wir mussten die Mannschaft angesichts der Ausfälle wieder einmal umbauen. Und dass das Team all diese Rückschläge weg steckt, dafür hat sie sich auch ein Riesenkompliment verdient.“

Zu Beginn der Begegnung sah man den Alpenern schon an, dass sie nach den Ausfällen von Torjäger Nils Speicher und Abwehrrecke Tobias Esper Vorsicht walten lassen wollte. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und gelangten früh zu Chancen. Viktorias Torhüter Andreas Maaß unterlief einen Eckstoß, ein Spielkamerad musste für ihn den Schuss von Silas Baumbach auf der Linie wegschlagen. Auch Matthias Kaul hatte den Führungstreffer der Concordia auf dem Fuß, sein Schuss verfehlte das Alpener gehäuse aber knapp.

„Bis zum 1:0 waren wir tonangebend“, ärgerte sich Björn Quint, dass sein Team die erste halbe Stunde nicht auch zum Führungstreffer nutzte. Denn nach 31 Minuten lagen die Gäste plötzlich hinten. Andreas Dargel schickte Jonas Feuchter mit einem langen Ball auf die Reise, und der ließ mit Jonas Furthmann und Andrè Pache erst zwei Abwehrspieler, dann auch noch Keeper Alexander Furthmann ins Leere laufen. Dem Alpener mit der Nummer drei auf dem Rücken war der Genuss anzusehen, mit dem er den Ball ins leere Tor schieben durfte.

Es war eine erfolgreiche erste Halbzeit für den Torschützen, die aber nicht ohne Opfer bleiben. Der rechte Schuh seiner modischen Fußballstiefel wurde während eines Zweikampfes aufgeschlitzt. Das Paar wanderte in der Pause in die Mülltonne, mit dunkleren Schuhe ging’s für Feuchter nach dem Wechsel weiter. Schon der erste Versuch mit neuen Schuhen wurde für die Concordia gefährlich. Aus 30 Metern zog Feuchter einfach mal ab, sein Schuss wurde vom zu weit vor seinem Tor stehenden Gästekeeper mit einem langen Satz aber soeben noch über die Latte gelenkt.

Auf Ossenberger Seite sorgte Silas Baumbach für die diskussionswürdigen Situationen. Sein Schuss in der 44. Minute prallte vom Innenpfosten ab und wurde noch von Jannik Jauer ins Feld zurückgespielt. Tor oder doch nicht? Die A-Liga ist nicht die Bundesliga, das „magische Auge“ musste Schiri Uwe Peuser zeigen, der den Treffer nicht gab. Dafür bat Peuser zum Strafstoß: Patrick Utech war in Alpens Strafraum eingedrungen, Jauer folgte ihm zu ungestüm und erwischte ihn am rechten Fuß. „Dumm gelaufen“, im wahrsten Sinne. Baumbach trat zum Strafstoß an, verzögerte lange und traf. Die Ausführung forderte die Proteste der Viktoria heraus, Peuser schmetterte sie ab. Die Entscheidung fiel in der 65. Minute. Ein Freistoß aus der Alpener Hälfte landete bei Andreas Dargel, der sich den Ball auf den linken Fuß legte und ihn ins lange rechte Eck versenkte.

Viktoria Alpen: Maaß; Algra, Ley, Jauer, Hintze (38. Oymann), Spallek, Goergen (88. Spengler), Rassier, Sura, Dargel, Feuchter.

Concordia Ossenberg: A, Furthmann; Endert, J. Furthmann, Pache, Bangert (70. Neumann), Stolzke, Sticklat, Baumbach, Utech, Kaul, Hoffacker.

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