Fußball-Kreisliga: Ossenberg zeigt Alpen lange Nase

Fußball: Ossenberg zeigt Alpen lange Nase

Fußball-Kreisliga A: Die Concordia steht ganz oben, die Viktoria dümpelt im Tabellen-Mittelfeld. Am Sonntag treffen die Teams aufeinander.

Kann ein Fußballspiel, das sechs Monate zurückliegt, heute noch Wirkung zeigen? Es kann, glaubt Björn Quint. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Alpener das 3:8 vergessen haben“, sagt der Trainer von Concordia Ossenberg, dem aktuellen Spitzenreiter der Kreisliga A. Im April hatte seine Elf die damals favorisierten Alpener vom Platz gefegt. Und weil Fußballer nun mal ein gutes Gedächtnis haben, vermutet Quint beim anstehenden Wiedersehen am Sonntag das ein oder andere „Revanchegelüst“ bei den Spielern von Viktoria Alpen. „Die haben was gutzumachen“, glaubt Ossenbergs Trainer. „Und das werden wir einkalkulieren.“

„Das 3:8 ist doch schon Geschichte“, gibt sich Quints Pendant Jörg Schütz, alle Mühe, den Gästen die Luft aus den Segeln zu nehmen. „Die Mannschaft hat sich damit längst arrangiert.“ Na ja, die Viktoria hat inzwischen ja auch ganz andere Probleme. Die Concordia steht ganz oben in der Tabelle, die Alpener laufen nicht nur angesichts von zuletzt vier sieglosen Spielen ihrer Form der vergangenen Jahre hinterher. „Wir sind im Moment vielleicht gar nicht in der Lage, zurück zu schlagen“, befürchtet Schütz angesichts der neuen Machtverhältnis in Liga A.

„Zur Zeit stehen wir bestimmt nicht da, wo wir hingehören“, sagt er mit Blick auf den elften Rang seines Teams – zwölf Zähler entfernt von der Concordia, aber nur vier Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Da wären insbesondere die steten Umstellungen in der Aufstellung, die auch gegen Ossenberg vermutlich nicht ausbleiben werden. Beim 1:3 in Lüttingen musste Schütz gar auf Akteure der zweiten Mannschaft zurückgreifen. Gegen Ossenberg deutet sich an, dass Tobias Esper (Leistenprobleme) nicht in der Anfangsformation stehen wird. Auch Andreas Dargel war angeschlagen; der Stürmer erhielt am Dienstag einen freien Trainingsabend „verordnet“.

Quint ist da eindeutig im Vorteil: Es gibt keine Probleme bei denen, die einen sicheren 4:1-Sieg gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen eingespielt haben. Dazu kommt jetzt auch noch Patrick Utech zurück. Und der hatte im April einen ganz tollen Auftritt hingelegt: Seine Regie im Mittelfeld und vor allem das „Tor des Monats“ zum 5:3 raubten den Gästen im letzten Aufeinandertreffen den Nerv.

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Der Rumelner TV empfängt den SV Büderich, der beim 0:5 gegen Orsoy völlig neben der Spur war und sich beim Tabellenzweiten gehörig strecken muss. Auch der Dritte SV Sonsbeck II scheint vor einer lösbaren Aufgabe zu stehen, wenn der TV Asberg anreist. „Wir wollen unsere kleine Serie ausbauen“, sagt Trainer Johannes Bothen angesichts der neun Punkte aus den letzten drei Spielen und mit Blick auf die dann anstehenden Begegnungen, in denen die Gegner Lüttingen und Ossenberg heißen.

Von eins auf vier ist Borussia Veen abgestürzt. Das 0:1 beim MSV Moers gehörte nicht zu den Glanztaten der Mannschaft, die sich aber im Heimspiel gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen sofort rehabilitieren kann. Für den SSV Lüttingen, in der Tabelle auf Rang fünf, wird’s dagegen haarig werden. Die Fischerdörfler reisen zur „Mannschaft der Stunde“. Der SV Scherpenberg II ist als Aufsteiger mit vier Niederlagen gestartet, inzwischen aber mit sechs Erfolgen in Serie zum einem Spitzenteam gereift. Mit Serhat Karabulat verfügen die Gastgeber über den besten Torjäger der A-Liga (15 Treffer).

Der SV Orsoy klopft als Zehnter ans Tor zur oberen Tabellenhälfte. Die Elf um Trainer Daniel Zvar baut im Heimspiel gegen den ESV Hohenbudberg wieder auf Stephan Barth, der beim 5:0 in Büderich torhungrig war. Wechselspiele dagegen beim SV Millingen: Zum Spiel beim VfL Rheinhausen kann Trainer Markus Hierling vermutlich wieder mit Yannik Martin, Kamil Franke und Yannik Manko planen. Dafür muss Tim Böttcher nach fünfter gelber Karte aussetzen. Für die Überraschung des Sonntags ist der SV Budberg II zuständig: Der Tabellenletzte reist zum MSV Moers.

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