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Lokalsport: Concordia macht den VfB II zum Meister

Lokalsport : Concordia macht den VfB II zum Meister

Fußball-Kreisliga A: So uneigennützig war das Ossenberger 8:3 gegen Viktoria Alpen dann aber auch nicht. Mit dem Sieg verbessert sich der Aufsteiger auf den 13. Rang und hat sich im Abstiegskampf ein Polster von sieben Zählern zugelegt.

Björn Quint hatte schon ein gutes Gefühl, als er gestern morgen seine Füße vor das Bett setzte. "Dass wir gewinnen werden, davon war ich eigentlich überzeugt", versicherte der Trainer von Concordia Ossenberg mit Blick auf das abendliche Nachholspiel seiner Auswahl gegen Viktoria Alpen. Dass die Partie aber mit einem satten 8:3 (3:2) für die Concordia enden würde - nein, damit war auch der Trainer so früh morgens noch überfordert.

Das Spiel darf sich zu Recht als eines vom Typ "besonders" und "denkwürdig" feiern lassen. Zum einen, natürlich, ob des klaren Sieges der Concordia, die noch immer im Abstiegskampf steckend um jeden Punkt verlegen ist, zum anderen angesichts der Auswirkungen, die das Resultat - ungeachtet seiner überraschenden Höhe - denn hat. Fernab des Ossenberger Rasens wurde nach dem Abpfiff ein Schlussstrich unter den Aufstiegskampf der Kreisliga A gezogen. Nach der Alpener Niederlage muss nicht mehr gerechnet werden; der VfB Homberg II ist gestern ohne eigenes Zutun und dank der Unterstützung der Concordia in die Bezirksliga aufgestiegen, die die Mannschaft vom Rheindeich vor vier Jahren hat verlassen müssen. Die Viktoria aus Alpen, die ihren zweiten Tabellenrang nach der hohen Niederlage nur noch dank der mehr erzielten Treffer gegenüber dem SV Sonsbeck II verteidigte, wird in der kommenden Spielzeit einen neuen Anlauf auf das große Ziel nehmen müssen.

Der Verantwortliche an der Seitenlinie wird dann weiterhin Jörg Schütz heißen. Der Trainer, für den das siebte Jahr in Alpen anbricht, hat in den vergangenen Tagen seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Sportlich gab es keinen Grund, dies in Frage zu stellen, denn seit der 52-Jährige das Sagen in Alpen hat, geht es mit der Viktoria bergauf. Ob die Mannschaft in einem Jahr den Job, den der VfB II in dieser Spielzeit so erfolgreich erledigt hat, übernehmen kann, mag Schütz nicht beantworten. Aber der Aufstieg in die Bezirksliga wird wieder ein Thema sein. "So etwas heute zu planen", erklärt der Coach, "verbietet sich aber". Für Schütz ist wichtig, dass er den Weg mit einer eingeschworenen Mannschaft bestreiten kann, die im Verhältnis zu ihrem Trainer keine Abnutzungserscheinungen erkennen lässt. "Wir haben uns dreimal zusammen gesetzt und darüber gesprochen", berichtet Schütz, dass die Vertragsverlängerung nicht ohne die Spieler und nicht leichtfertig vorgenommen wurde.

Für die Concordia wird das 8:3 mehr als nur ein Steigbügel auf dem Weg zum Klassenerhalt gewesen sein. Der Aufsteiger hat sich nun im Abstiegsrennen gegenüber der Konkurrenz aus Veen ein Polster von sieben Punkten zugelegt und auf dem Weg zum 13. Tabellenrang auch Preußen Vluyn hinter sich gelassen. Die Mannschaft verdankt diesen Erfolg ihrem unbändigen Einsatz, der der Viktoria, die den Erfolg auf dem Ossenberger Rasen mit spielerischen Mitteln suchte, spätestens im zweiten Abschnitt den Zahn zog. Nach der 2:0-Führung der mit hohem Tempo in die Partie gegangenen Concordia durch die Treffer von Matthias Kaul und Tim Meier glich Alpen dank eines Doppelschlages von Andreas Dargel aus.

Silas Baumbach stellte den Pausenstand mit einem verwandelten Strafstoß her, ehe Meier nach dem Seitenwechsel ungehindert zum 4:2 erhöhte. Dargels dritter Torerfolg an diesem Abend machte das Spiel noch einmal für Minuten spannend, ehe die Concordia sich in einen Rausch spielen surfte. Patrick Utech mit einem satten Schuss aus 25 Metern, Meier zum Dritten, Silas Baumbach und am Ende noch einmal Utech demontierten den Tabellenzweiten und hinterließen einen mehr als zufriedenen Trainer. Björn Quint dürfte auch heute wieder mit einem guten Gefühl aufgewacht sein.

(RP)