Fußball-Kreisliga A: SV Budberg II tauscht Trainer

Fußball: Grgic ist weg – SV Budberg sucht neuen Trainer für die „Zweite“

Fuball-Kreisliga A: Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird Michael Seewald beim punktlosen Schlusslicht als Interimscoach an der Seitenlinie stehen.

Die erste Trainer-Entlassung in der Kreisliga A ist perfekt. Und wie nicht anders zu erwarten war, hat es mit dem SV Budberg II die Mannschaft getroffen, die nach zehn Spieltagen das schwächste Glied in der Kette der 18 Teams ist. Nach zehn Spielen ohne jeglichen Punktgewinn endete am Donnerstagabend die Anstellung von Nisfad Grgic als Coach des Aufsteigers und aktuellen Tabellenletzten.

Einen „Rauswurf“ im klassischen Sinn allerdings stellt die Trennung nicht dar. Der Gedanke, seinen Platz zu räumen, kam nämlich von Grgic selbst. „Nisfad hatte uns signalisiert, dass er einer möglichen Veränderung nicht im Weg stehen würde. Wir haben im Vorstand darüber gesprochen und uns entschieden, sein Angebot anzunehmen. Wir hoffen jetzt, mit einem neuen Trainer bessere Ergebnisse erreichen zu können“, erklärte Obmann Michael Nagels den Sachverhalt.

Im anstehenden Meisterschaftsspiel am Sonntag beim MSV Moers wird die Verantwortung bei Michael Seewald liegen, der die Mannschaft vorerst als Interimstrainer betreuen wird. „Im Moment wollen wir unsere internen Reserven nutzen, um uns in Ruhe nach einem Nachfolger umschauen zu können“, berichtet Nagels vom angedachten Procedere. Seewald, ehemaliger Trainer der ersten Mannschaft des Vereins, hatte die Zweitvertretung bereits am Ende der vergangenen Spielzeit nach dem Ausscheiden des damaligen Übungsleiters Tim Knies kurzfristig betreut.

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„Ich hatte in den letzten Wochen immer mehr das Gefühl, dass der Mannschaft neue Impulse auf der Trainerbank sicherlich gut tun würden“, erklärt Grgic seinen Abschied. Der 33-Jährige, der zuvor die dritte Budberger Vertretung sowie, gemeinsam mit seinem heute beim TuS 08 Rheinberg in der Verantwortung stehenden Bruder Dzanan, den SV Menzelen trainiert hatte, hatte die Budberger „Zweite“ erst im Sommer übernommen.

„Vielleicht habe ich zu viel gewollt und zu viele Veränderungen eingefordert“, sucht Grgic die Schuld am schlechten Abschneiden der Mannschaft auch bei sich selbst. Natürlich sei er enttäuscht über die Entwicklung. „Ich hatte mir das schon etwas anders vorgestellt“, sagt er. Und, auch wenn seine Arbeit nicht erfolgreich war: „Ich bin dem SV Budberg dankbar, dass er mir im Sommer die Chance geboten hat.“ Mit Trainer-Fuchs Michael Seewald soll auch das Glück zum Aufsteiger zurückkommen.

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