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Frank Eigelshofen leitet Wülfraths Polizeiwache

Im Kreis gut vernetzt : Eigelshofen leitet Wülfraths Polizeiwache

Der – auch als leidenschaftlicher Hobbyradler – kreisweit bekannte Haaner hat Uwe Knorr abgelöst, der nach 43 Dienstjahren in den Ruhestand geht.

 „Von Mettmann nach Mettmann“ war Frank Eigelshofen 2020 in seinen Sommerferien mit dem Rad unterwegs. Nicht nur aus Lust am Radfahren – unter dem Motto „jeder Kilometer zählt“ erstrampelte der Polizeihauptkommissar sechs Wochen Spenden für den Verein „Aktion Lichtblicke“.

33 Tagesetappen führten den leidenschaftlichen Hobbysportler quer durch NRW. Am Ende kamen dadurch knapp 4000 Euro zusammen, aufgerundet von Landrat Thomas Hendele, der sich über derart engagierte Polizeibeamte freut. Frank Eigelshofen hat Puste, Ausdauer und viel Herz für seine Mitmenschen bewiesen. Alles Eigenschaften, die er auch für seine neue Position als Leiter ihrer Wülfrather Polizeiwache gebrauchen kann.

Denn zum neuen Jahr hat Eigelshofen Polizeihauptkommissar Uwe Knorr abgelöst, der nach 43 Dienstjahren bei der Polizei nun im Ruhestand ist. Der gebürtige Haaner Eigelshofen ist jetzt 58 und auch schon seit 40 Jahren im Polizeidienst, davon 31 Jahre bei der Kreispolizeibehörde Mettmann. Ab 1990 war er nach mehreren Jahren im Personenschutz für den damaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm auch beruflich im Kreis unterwegs, sprich auf Streife in Mettmann, Haan und Wülfrath. In den gehobenen Polizeidienst aufgestiegen, war Frank Eigelshofen zunächst Dienstgruppenleiter in Langenfeld und Monheim, ehe es ihn in gleicher Funktion zur Polizeiwache Hilden zog. Von 2006 bis 2012 fungierte er dann als Sachbearbeiter und Vize-Dienstgruppenleiter bei der Leitstelle der Kreispolizeibehörde, nahm in dieser Zeit unzählige Notrufe an und koordinierte die daraus folgenden Einsätze. In den vergangenen acht Jahren war ebenfalls Innendienst angesagt, als Sachbearbeiter im Hauptgebäude der Kreispolizeibehörde. Ab sofort hat er wieder deutlich mehr Bürgerkontakt – und freut sich darauf. Die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Uwe Knorr will er fortsetzen, wovon Landrat Hendele und Bürgermeister Rainer Ritsche schon jetzt überzeugt sind. „Wülfrath hat im Vergleich zu den anderen Städten im Kreis in den vergangenen Jahren eine niedrige Kriminalitätsbelastung und eher niedrige Verkehrsunfallzahlen. Das soll so bleiben“, sagt Eigelshofen.

Er kann sicher sein, dass die Wülfrather schnell Vertrauen zu ihm fassen, denn vielen Bürgern in Wülfrath und im Kreis Mettmann ist der radelnde Polizist bereits bekannt, nicht zuletzt durch seine Aktion „Jeder Kilometer zählt“. Naheliegend, dass ihm „die Sicherheit von Rad- und Pedelecfahrern besonders am Herzen“ liegt. Gemeinsam mit der Direktion Verkehr möchte Eigelshofen verstärkt Aufklärungsarbeit leisten, insbesondere was die Situation auf dem Panorama-Radweg betrifft.

Denn immer wieder gibt es Probleme und gefährliche Situationen bei der Nutzung des Radwegs, der im Kreisgebiet durch Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath und Haan verläuft. 2020 registrierte die Polizei auf diesen Teilstücken acht Unfälle von Radfahrern und Fußgängern. Dabei wurden sieben Menschen schwer und drei leicht verletzt.

Einige Polizisten befahren den Radweg mittlerweile als Fahrradstreife, andere sind zu Fuß dort unterwegs, kontrollieren und werben für ein rücksichtsvolleres Miteinander. Nicht unwahrscheinlich, dass dort demnächst auch einmal Frank Eigelshofen anzutreffen ist, sei es privat oder dienstlich.