89 Prozent im Rat Wesel für zweite Gesamtschule für zweite Gesamtschule

Weseler Schuldebatte : 89 Prozent im Weseler Rat für zweite Gesamtschule

Die Weseler Schulverwaltung kann nun mit der Bezirksregierung Düsseldorf alle notwendigen weiteren Schritte in Angriff nehmen.

(sep) Am Ende war das erwartet eindeutige Ergebnis auch im Weseler Rat: Gegen fünf Stimmen von WfW und FDP hat das Kommunalparlament am Dienstagabend endgültig mit 89 Prozent für die Gründung der Ida-Noddack-Gesamtschule gestimmt. Die Schulverwaltung kann nun mit der Bezirksregierung Düsseldorf alle notwendigen weiteren Schritte in Angriff nehmen.

Zu Beginn führten die Gutachter erneut lang und breit aus, warum die Schule notwendig sei. Auch die Raumbedarfe wurden vorgestellt. Rund 27 Millionen Euro wird Wesel in die Hand nehmen müssen, um die vorhandene Gesamt­schule Lauerhaas umzubauen und die neue Gesamtschule in der ehemaligen Realschule Mitte einzurichten. Trotz dieser immensen Summe bekräftigte unter anderem die SPD, dass eine Investition in Bildung jeden Euro wert sei. Gegen die Kritik der FDP an der Entscheidung wehrte sich mit Jürgen Linz, Fraktionschef der CDU, auch am Dienstag wieder ausgerechnet jener Politiker, dessen Partei im „Schulfrieden“-Bündnis eigentlich am wenigsten für die Gesamtschule steht. Linz verteidigte die veränderte CDU-Position damit, dass es keine bessere Alternative gebe und in Wahrheit die Eltern diese Schule verlangten. In Richtung von FDP-Fraktionschef Peter Berns sagte Linz: „Ich weiß nicht, von wem Sie sich haben beraten lassen. Ich habe mich von der FDP-Schulministerin beraten lassen.“ Die habe die Position der CDU gestützt.

Am Rande: Den größten Lacher hatte in der Ratssitzung Thomas Moll (WfW) zu bieten. Er sprach vom Jahr 2034 und den Perspektiven der neuen Beschlüsse für die Schüler für diese Zeit: „Außer Ludger Hovest sitzt dann wahrscheinlich keiner von uns mehr im Rat“, scherzte Moll. Hovest ist 68 Jahre alt.

(sep)
Mehr von RP ONLINE