Bürger für Brünen (BfB) ist „Engagement des Monats" der NRW-Stiftung

Preisverdächtiges Hamminkeln : NRW-Stiftung lobt „Bürger für Brünen“

Aus 234 Projekten wurde der Verein BfB zu einem der landesweit zwölf ausgezeichneten Initiativen erkoren. Ab sofort ist es Vorzeigeprojekt für Dezember. Nächste Woche geht es um die Hauptpreise der NRW-Stiftung.

Bürger für Brünen (BfB), der Verein, in dem sich seit drei Jahren unterschiedliche Gruppen des Dorfes in sieben Arbeitsgruppen um die Zukunft auf dem Lande kümmern, ist das „Engagement des Monats – Dezember 2018“ der NRW-Stiftung geworden. Ein paar Tage zu früh wurde das Türchen im Engagement-Kalender am Dienstag von Stefan Ast von der NRW-Stiftung geöffnet, indem er in einer Feierstunde eine Urkunde an BfB-Vorsitzenden Rolf Brögeler überreichte. Damit wird Brünen als zwölfte Initiative mit Vorbildcharakter von der Stiftung vorgestellt und macht das Dutzend der landesweit preisverdächtigen Gruppen voll.

Die Freude war groß im evangelischen Gemeindezentrum, schließlich gab es insgesamt 234 Mitstreiter in NRW. Die Spannung ist ab sofort noch größer. Am nächsten Dienstag, 4. Dezember, reist eine Brüner Delegation ins Museum K20 nach Düsseldorf. Dort werden die drei Gewinner des Jurypreises, des Publikumspreises und des Sonderpreises der Stiftung verkündet. Das siegreiche Trio wird automatisch für den deutschen Engagementpreis 2019 nominiert.

Ob sich die Blütenträume für Brünen verwirklichen, bleibt noch ein großes Geheimnis der Stiftung. Für den Augenblick zählt das gute Gefühl, bei der Dezember-Aktion im Mittelpunkt zu stehen. Um dem ausgezeichneten Engagement mehr Öffentlichkeit zu verleihen, hat die NRW-Stiftung die ganzjährige Dramaturgie der Preisverleihung erfunden. Von Januar bis Dezember 2018 werden die besten zwölf Initiativen Monat für Monat vorgestellt. Am Ende sind die Augen auf den Showdown bei der endgültigen Preisverleihung gerichtet. Brünen ist immerhin auf der Zielgeraden und hat reichlich gute Argumente gesammelt. „Im Grunde ist das, was in Brünen geleistet wurde, die Verkörperung des Engagementspreises und seiner Inhalte“, lobte Stiftungsabgesandter Stefan Ast.

Die Vorlage hatte Rolf Brögeler mit einer Übersicht der geleisteten Arbeit im Dorf und in den sieben Arbeitsgruppen gegeben. Die kombiniert konkrete Projekte, Hilfe zur Sebsthilfe und soziale Initiativen wie etwa die Flüchtlingshilfe. Bürger für Brünen kümmert sich sehr strukturiert um sieben Themenkreise: Dorfmitte/Kirchumfeld, wobei es um die Umgestaltung der Dorfmitte – etwa die Verlagerung des K+K-Marktes an den Ortsrand – ebenso wie Aktionen (Bauernmarkt, Weinfest) geht. Wohnen für Jung und Alt reagiert auf den Bedarf junger Brüner, am Ort bleiben zu wollen und schafft Bauland. Die Gruppe Verkehr in Brünen/Mobilität hat das Leuchtturmprojekt Bürgerbus ins Rollen gebracht. Freizeit, Jugend, Sport hat zwei Spielplätze wiederbelebt und Mehrgenerationenplätze initiiert. Historisches Brünen hat das Dorfarchiv eingerichtet und wird einen Geschichtspfad anlegen. Internet/Vernetzung ist neben Loikum stadtweit Vorbild für den Glasfaserausbau. Die Gruppe Rat und Hilfe schließlich ist stark in der Nachbarschafts- und Seniorenberatung sowie dem Flüchtlingsengagement.

Wohl in Brünen fühlt sich auch Einwohner Bernd Romanski. Als Bürgermeister, der viele Querschüsse abwehren muss, schätzt er die überparteiliche Zusammenarbeit der Gruppen vor Ort ohne politischen Neid. „BfB ist ein Glücksfall; wie das läuft, ist hilfreich für die Verwaltung“, sagte er, selbst BfB-Mann der ersten Stunde. Rolf Brögeler gab das Lob zurück. „Der Bürgermeister mit seiner Verwaltung sind echte Förderer von Brünen“, betonte er.

Die öffentliche Anerkennung durch das Dezember-Vorbild der NRW-Stiftung gibt dem Brüner Optimismus weiteren Schub. Nicht auszudenken, was wäre, wenn man am kommenden Dienstag auch noch landespreiswürdig werden sollte.

Mehr Informationen gibt es unter www.engagiert-in-nrw.de/engagementpreis-nrw.

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