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Kälbchen in Schermbeck gerissen: War es Wolf GW954f "Gloria"

Neuer Fall in Schermbeck : Kalb gerissen: War es der Wolf?

Schulter und Nacken eines Kalbes wurden bei Gahlen abgefressen

Als ein Lembecker Landwirt am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr auf seiner angepachteten Wiese am Nordrand des Gahlener Torfvenns nach dem Rechten schaute, traute er seinen Augen nicht. Eine Mutterkuh hatte gekalbt, aber das Kalb war teilweise aufgefressen. Beide Schulterpartien und der gesamte Nackenbereich waren aufgerissen.

Für den Landwirt steht fest, dass das Kalb ein Opfer eines Wolfsrisses wurde. Zwei Bekannte aus Gahlen wurden hinzugerufen, um das tote Kalb zu fotografieren. Der Versuch, einen Wolfsberater für eine Schadenserfassung gewinnen zu können, scheiterte. Auch der Kontakt zum Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) scheiterte am Samstagnachmittag.

Sicherheitshalber haben die Gahlener Proben des Kalbes genommen, wie sie das seit einiger Zeit machen, weil sie im Falle von wenig verständlichen Fehleinschätzungen des Lanuv eigene Untersuchungen vornehmen lassen können.

Schaut man sich die Wolfskarte des Gahlener Bürgerforums an, so häufen sich die bestätigten Wolfsrisse, die vermuteten Wolfsrisse und die Sichtungen eines Wolfes südlich und östlich des Gartroper Busches. Für Gahlen gibt es inzwischen folgende Feststellungen seit Juli 2018: Am Meesenmühlenweg wurde am 14. Juli 130 Meter von der Wohnbebauung entfernt ein Schaf mit einem Kehlbiss vorgefunden. Es war ausgeweidet. Beide Hinterläufe waren abgetrennt. Ein Lauf war nicht mehr vorhanden. Nur zehn Meter von der Wohnbebauung entfernt wurde am 7. August ein Schaf entdeckt, dessen Kopf nicht mehr vorhanden war. Nicht weit von dieser Stelle entfernt erlitten zwei Schafe am 19. August Kehlbisse. Fünf Schafe wurden am 28. August am Elsenweg das Opfer von Wolfsrissen, und zwar 30 Meter von der Wohnbebauung entfernt. Zehn Meter von der Wohnbebauung und 160 Meter vom Kinderspielplatz im Gahlener Niewerth entfernt, erlitt ein Schaf am 30. August tagsüber einen Kehlbiss. Zehn Meter von der Wohnbebauung entfernt, wurde am 2. November an der Bestener Straße 287 ein Schaf mit einem Kehlbiss gefunden.

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Beobachtungen: Am 21. September lief ein Wolf in Richtung Pfannhüttenstraße und dann in Richtung Gahlen-Dorf. Gegen 22 Uhr am 22. Oktober sichtete ein Gahlener einen Wolf, der nur wenige Meter von ihm entfernt in Hausnähe vorbeilief. Am 12. November kam ein Wolf aus Richtung Gahlen-Dorf, querte den Kuhweg, lief weiter in Richtung Bühnenberg und Brackenberg. Eine Dreigruppe Hirsche wurde am 21. November beobachtet, die von einem Wolf aus dem Wald herausgetrieben wurde. Der Wolf kehrte um und hetzte wenig später wieder Hirsche, bevor das Tier wieder im Wald verschwand.