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Wermelskirchener THW lud zum Tag der offenen Tür ein

Leistungsschau THW : THW  feiert „Tag der Offenen Tore“

Am Samstag konnten zahlreiche Besucher bei bestem Sommerwetter einen Blick hinter die Kulissen beim Technischen Hilfswerk werfen. Neben einem Fahrzeugparcours lockten zahlreiche Attraktionen für alle Generationen.

Wenn ein Sommerfest bei tatsächlich bestem Sommerwetter stattfinden kann, ist das immer ein wenig wie ein Ritterschlag von ganz oben. Über diese „Auszeichnung“ durften sich am Samstag auch die Mitglieder des Wermelskirchener Ortsverbands des Technischen Hilfswerks freuen. Denn bei hochsommerlichen Temperaturen und praktisch wolkenlosem Himmel fand der „Tag der Offenen Tore“ auf dem THW-Gelände in Tente statt. Nach einem verhaltenen Zuspruch am frühen Mittag, füllte sich das Gelände im Laufe des Nachmittags recht gut, so dass die Verantwortlichen rund um den Ortsbeauftragten Björn Zanger zufrieden waren.

„Wir machen solch einen ‚Tag der Offenen Tore‘ ja nicht jedes Jahr, einfach, weil es ein enormer Planungsaufwand und auch logistisch nicht ohne ist“, sagte Zanger. Der letzte „Tag der Offenen Tore“ wurde bereits vor sechs Jahren im Jahr 2012 veranstaltet, der nächste sei im Jahr 2022 zum 50-jährigen Bestehen des Ortsverbands geplant. Umso schöner sei es, wenn auch das Wetter so gut mitspiele.

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Auf dem Betriebshof und vor und in der Wagenhalle des Ortsverbands hatten die Mitglieder in der Tat Einiges aufgebaut und organisiert, um den Besuchern einen deutlichen Eindruck davon zu verschaffen, was die Arbeit des THW im Einzelnen ausmachte. Diese Wissensvermittlung fing auch schon bei den ganz kleinen Besuchern an. Für die war mit Hilfe von alten Autoreifen ein kleiner Parcours aufgebaut, auf dem die Kinder – mit tatkräftiger Hilfe der Eltern und Helfer des Ortsverbands – in THW-Mini-Autos und Gabelstaplern eifrig kurven konnten. Das machte dem Nachwuchs ganz offensichtlich viel Spaß, denn die Modellautos waren bestens frequentiert.

Aber auch die jugendlichen und erwachsenen Besucher konnten eine Menge erleben. „Wir haben das sogenannte Abstützsystem Holz aufgebaut, das ist eine unserer Kernkompetenzen“, sagte Björn Zanger, Ortsbeauftragter des Wermelskirchener THW. Das System komme immer dann zum Einsatz, wenn bei Gebäudesanierungen Einsturzgefahr bestehe. „Innerhalb des Landesverbands Nordrhein-Westfalen gibt es das System nur bei elf der knapp 130 Ortsverbänden“, sagt Zanger. Das nächste System befinde sich in Hattingen im Ruhrgebiet. „Wir wollen vor allem vermitteln, dass wir das System nicht in fünf Minuten aufbauen, sondern dass das eine ziemlich umfangreiche Angelegenheit ist.“ In der Tat – das System, das am Samstag in Tente zu sehen war, dauerte im Aufbau etwa fünf Stunden.

Dazu gab es eine Hüpfburg, eine Buttonmaschine und ein Buchstabenrätsel, das  für die kleineren Besucher gedacht war. „Über das ganze Gelände haben wir Buchstaben verteilt, die müssen die Kinder suchen und dann in eine sinnvolle Reihenfolge zu einem Lösungswort verbinden“, sagte THW-Mitglied Rebecca Seinsch, die das Lösungswort schmunzelnd verriet: „,Blaulicht’ wird gesucht.“ An ihrem Stand konnten die Kinder auch kleine Papiermodelle der THW-Autos  in Blau-Weiß basteln. Ein eindrucksvoller Hingucker im Hof war der eigens aufgebaute Damm. „Den haben wir nach dem Kölner Modell aufgebaut, das bei Hochwassersituationen zum Einsatz kommt“, sagte Zanger.

Das Wasserbecken war an einer Seite nur durch Sandsäcke gesichert – kein Tropfen Wasser floss durch die kunstvoll aufgeschichteten weißen Säckchen. Wer sich an die Bilder des jüngsten Starkregens in Wuppertal erinnerte, dürfte beruhigt sein, dass das THW  für Hochwassersituationen gut aufgestellt ist. „Wir haben immer wieder mal mit Hochwasser zu tun, daher brauchen wir solche Verbundsysteme aus Europaletten und Sandsäcken, um das Land vor Hochwasserschäden zu schützen“, sagte Zanger.