Fünf Mannschaften kämpfen um Eichholz-Cup.

Wermelskirchener kicken um Eichholz-Cup : IG Fisch holt sich den Eichholz-Cup

Herzblut und Leidenschaft im „Waldstadion“ wer braucht da die Fußball-WM?

Nach vier Jahren gelang den „Fischen“ wieder der Coup. Die einst als Interessengemeinschaft zur Fischzucht gegründete Männerclique „IG Fisch“ holte sich auf dem Bolzplatz an der Eichholzer Straße den „Eichholzer Wanderpokal“. Die 29. Auflage des von „IG Fisch“ ausgerichteten Turniers zeigte leidenschaftlichen Fußball, bei dem es um die Ehre ging. Fünf Mannschaften traten vor gut 100 Zuschauern, die nicht mit Szenenapplaus geizten, im „Waldstadion“ an und festigten den Ruf, dass das Kicken auf dem unebenen, holprigen „Acker“ eine wahre Kult-Veranstaltung für Liebhaber ist. Für Kicker und Besucher war wieder einmal klar: Wenn Ballfangnetze mit Dachlatten improvisiert und Logenplätze aus Bierzeltgarnituren aufgestellt werden, die Grillkohle angefeuert und das Kölsch-Fass angezapft ist, braucht keiner die DFB-Elf oder die Weltmeisterschaft - Herzblut und Leidenschaft finden sich im „Eichholzer Waldstadion“.

Ein grinsender Hai schaute aus drei Metern Höhe, angebracht an einen Laternenpfahl auf das Spielfeld im Eifgenstadion. Das „gute Stück“ hatte Turnierorganisator Andreas Posingies nach „gefühlt 20 Jahren“ aus seiner Garage hervorgeholt – als „Glücksbringer“ erfüllte die angemalte und ausgesägte Spanplattensilhouette ihren Zweck: „Davon gab es mal zwei Stück. Einer der Haie wurde allerdings beim Eichholz-Cup Opfer des Lagerfeuers.“

Posingies Tochter Alina hatte übrigens tags zuvor Geburtstag, ihr Freund und IG Fisch-Kicker Max Schulte tags nach dem Turnier – Grund genug für ausgelassene Feiern rund um den Eichholz-Cup. Max Schulte köpfte übrigens das Eins zu Null gegen die „Stumpfer Humpen“ und sicherte damit dem „Fisch“-Team den Einzug ins Halbfinale. Seine Schwester Lisa und ihren Freundinnen Sina Sadowski ssowie Laura Stark kamen für das Turnier und die Geburtstagsparty eigens einen Tag früher als geplant aus dem Türkei-Urlaub nach Hause.

Nach dem Prinzip „jeder gegen jeden“ trennten sich die Mannschaften bereits in der Vorrunde mit knappen Ergebnissen, lediglich ein Sieg erfolgte mit zwei Toren Vorsprung.

„Das ist jetzt die zweite Generation der IG Fisch“, freute sich Reini Mrotzek am Spielfeldrand über das erfolgreiche „Fische“-Team, das sich im Finale mit 2:0 gegen „FC Strammtisch“ durchsetzte: „Letztlich kennen wir uns alle. Mit Spielern aus den anderen Teams gehe ich beispielsweise Skilaufen.“

Nach dem Turnier löste übrigens „IG Fisch“-Trainer Detlef Eschmann seine Wettschulden ein und ließ sich noch auf dem Fußballplatz eine Glatze rasieren.

(sng)