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Rheurdt: Schautafel bietet einen Blick in die Vergangenheit

Heimatpflege in Rheurdt : „Schopes Blick zurück“ am Wandelweg

Der Wandelweg in Schaephuysen ist um einen weiteren Haltepunkt reicher geworden. Auf dem Saelhuyser Berg wurde der in Vergessenheit geratene Schaukasten neu befüllt.

Einst hatte man von der Bank unter den Eichen auf dem Saelhuysener Berg den besten Blick auf Schaephuysen und weite Teile des Niederrheins. Bei bestem Wetter ging der Blick zum Beispiel zum Büdericher Sendemast, dem Voerder Kraftwerk, den „Weißen Riesen“ in Homberg bis hin zum Bayer-Kreuz nach Uerdingen. Mit etwas Ortskenntnis konnte man die Schornsteine und Fördertürme zuordnen.

Als vor rund 15 Jahren aufgrund des Hochwasserschutzes dort oben ein Bannwald gepflanzt wurde, ging nicht nur die Sicht verloren, sondern auch die Bank und die Schautafel des niederrheinischen Kohlebergbaus gerieten in Vergessenheit.

Bei einer Reinigungsaktion für Sitzbänke des Marine Spielmannszugs Schaephuysen wurde die Bank von Jürgen Buchwald und Stefan Sonfeld restauriert. Michael Sonfeld als Projektleiter des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen (VfGuH) beschäftigt sich gerade mit dem Ausbau der südlichen Route des Wandelweges, der an dieser Stelle vorbeiführt. Flugs schmiedeten die Sonfeld-Brüder eine Idee, den brüchigen Präsentationsrahmen zu erneuern und die Schautafel mit neuem Inhalt zu füllen.

  • Der Marine Spielmannszug Schaephuysen bei der
    Spendenaktion in Rheurdt : Marschmusik für den guten Zweck
  • Bodo Wißen (links) mit Bürgermeister Dirk
    Sozialdemokrat besucht das Ökodorf : Bundestagskandidat Bodo Wißen auf Radtour durch Rheurdt
  • Sarah Kraschewski (rechts), Leiterin des St.
    St. Michaelturm in Rheurdt : Freiwillige hinterlassen ihre Fußspuren

Jasmin und Markus Cox, auch im VfGuH aktiv, sammeln und präsentieren alte Bilder von Schaephuysen. Gemeinsam mit Claudia Koschare als erste Vorsitzende des VfGuH wurde eine Bildertafel mit alten Schaep­huysener Motiven entworfen.

„Wie man sieht, liegen Aufgaben und Ideen bei uns auch auf den Straßen und Wegen. Toll, dass wir in der Gemeinschaft die Dinge einfach anpacken und realisieren“, freut sich Claudia Koschare. „Jeder kann nach seinem Können und Vermögen und in jedem Alter seinen Beitrag für unser Gemeinwesen leisten. Einfach anfragen und mitmachen. Ob mit oder ohne Vereinszugehörigkeit. Viele Hände schaffen schnell ein Ende“, ermutigt Stefan Sonfeld die Dörfler zur Eigeninitiative. Mit dem neuen Baustein erhält der Wandelweg einen weiteren Haltepunkt und gewinnt weiter an Attraktivität.

Eine Karte der im Aufbau befindlichen Routen findet man auf der Homepage https://www.vfguh-schaephuysen.de/wandelweg.