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Bad Neuenahr-Ahrweiler: THW baut Behelfsbrücke in Rekordzeit

Flutgebiet : THW baut Behelfsbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rekordzeit

Der Autoverkehr kann die Brücke zwar erst voraussichtlich ab Montag nutzen, doch das Technische Hilfswerk hat die neue Behelfsbrücke im stark von der Flut getroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler am Samstag fertiggestellt.

„Wir geben der Region mit dieser ersten THW-Brücke über die Ahr einen wichtigen Verkehrs- und Versorgungsweg zurück“, sagte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner am Samstag bei der Übergabe des Bauwerks an die Stadt. Sie sprach von einer „unglaublichen Leistung“ der rund 80 Einsatzkräfte, die diese wichtige innerstädtische Verbindung in nur sieben Tagen errichtet hätten. Der Autoverkehr kann die Brücke voraussichtlich ab Montag nutzen, da erst noch die Auffahrten fertiggestellt werden müssen.

Zur eigentlichen Brückenbauzeit von sieben Tagen kamen laut THW Vorbereitungsarbeiten wie die Beseitigung von Schutt und Trümmern hinzu. Diese hätten ungefähr genauso lange gedauert wie der Bau der Brücke selbst. Lackner zufolge ist es „die längste und damit größte Brücke, die das THW bisher errichtet hat“. Mit knapp 52 Metern Länge und einer Nutzlast von 30 Tonnen pro Fahrbahn könnten selbst Lastwagen die Ahr an dieser Stelle wieder überqueren.

Bei der Hochwasserkatastrophe am 14./15. Juli waren im Ahrtal mehr als 60 Brücken zerstört worden. Im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler blieb nur eine Brücke intakt. Die neue THW-Brücke wurde dort gebaut, wo vorher die Landgrafenbrücke gestanden hatte.

Dagegen muss eine zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen vom Hochwasser schwer beschädigte Brücke am Sonntag gesprengt werden. Im Umkreis von rund einem Kilometer müssten alle Menschen ihre Gebäude für die Detonation um voraussichtlich 11 Uhr verlassen, teilten der Kreis Euskirchen und die Stadt Bad Münstereifel mit. Der Bereich dürfe ab 9 Uhr nicht mehr betreten werden. Betroffene rief der Kreis Euskirchen dazu auf, in der Zeit Sammelstellen auf einem Parkplatz-Gelände aufzusuchen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

(felt/dpa)