Wermelskirchen: Sekundarschule bekommt neues Gebäude für vier Millionen Euro

Neues Schulgebäude in Wermelskirchen : Sekundarschule bekommt zwölf Klassen für vier Millionen Euro

In der Sekundarschule werden ab Herbst erstmals alle Jahrgänge unterrichtet. Die Lernstandserhebung zeigt: Schüler sind deutlich besser als der Durchschnitt.

Fünf Jahre kann’s noch dauern, dann sollen Schüler und Lehrer der Sekundarschule Wermelskirchen ihr neues Gebäude an der Rot-Kreuz-Straße beziehen können. Dort ist ein Neubau geplant; so lange müssen Schüler und Lehrer noch Provisorien hinnehmen. Eins davon: Der fünfte Jahrgang 2018 musste zunächst in den „Erne“-Bau an der Rot-Kreuz-Straße einziehen. Das gilt auch für die neuen 5er-Klassen. Ab den Herbstferien sind aber alle Schüler der Sekundarschule an der Wirtsmühler Straße vereint: Denn dort wird bis zu den Herbstferien der fehlende Schulraum auf der Fläche der alten Turnhalle neu errichtet. Entstehen werden für vier Millionen Euro zwölf neue Klassenräume und die dazugehörigen Nebenräume. Errichtet werden die beiden Baukörper in Modulebauweise ein- und zweigeschossig. Die Tiefbauarbeiten sollen in etwa 14 Tagen beginnen. Schulleiter Dietmar Paulig: „Schon in diesem Sommer werden deshalb die Verwaltung und die Schulsozialarbeiter umziehen und auch Beratungsräume ergänzt oder neu genutzt.“

Dieser Ersatzbau war von vornherein geplant, denn sonst würde Raummangel herrschen. Die Pläne sehen nämlich vor, dass der Erne-Bau an der Realschule zurückgebaut wird; die VHS soll in den Altbau der Hauptschule ziehen – und dann kommt der Abrissbagger. Schulleiter Dietmar Paulig zieht deshalb eine erste Bilanz – und die fällt positiv aus. So sei ursprünglich eine Vierzügigkeit geplant gewesen, doch aufgrund der zahlreichen Anmeldungen von Beginn an war es notwendig, fünf Klassen zu bilden.

Ein modernes, zukunftsweisendes Konzept legte nach Ansicht von Paulig den Grundstein für den Erfolg; Inklusion und selbst gesteuertes Lernen lauten da etwa die Stichworte. So sei ein Merkmal einer Sekundarschule, dass Schüler, die traditionell auf ein mehrgliedriges Schulsystem aufgeteilt wurden, nun gemeinsam in einer Klasse beschult werden. „Das ist Chance und Herausforderung zugleich, denn die Vielfalt, die so in jeder Klasse zu finden ist, muss sich entfalten können“, erklärt Paulig. Das gilt auch für das selbst gesteuerte Lernen. Paulig: „Eine wesentliche Aufgabe ist es, Schüler dazu zu befähigen, ihren Lernprozess in den Schuljahren mehr und mehr selbst in die Hand zu nehmen.“ Sein Fazit deshalb: „Dieser Unterricht, in dem die Schüler zunehmend selbst die Verantwortung für ihr Lernen tragen, hat sich in den Jahren bewährt.“

Messbare Erfolge gibt es ebenfalls. Während bei der ersten Lernstandserhebung im achten Jahrgang die Ergebnisse schon vielversprechend waren – hier bewegte sich die Sekundarschule im Mathe und Deutsch im Mittelfeld und in Englisch bereits deutlich über denen der landesweiten Vergleichsschulen, ergaben die diesjährigen Ergebnisse einen erfreulichen Trend nach oben: In allen drei Fächern – Deutsch, Mathematik und Englisch – schnitten die Sekundarschüler deutlich besser ab als der Landesdurchschnitt und als der Durchschnitt der Vergleichsschulen.“

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