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L101-Radweg ist seit 40 Jahren Thema

Verkehr in Wermelskirchen : L101-Radweg ist seit 40 Jahren Thema

Henning Rehse bittet Innenminister Herbert Reul um Unterstützung. Laut ADFC gibt es genügend Geld für Projekte, aber es fehlen Firmen, um sie umzusetzen.

Der (fehlende) Radweg an der Landstraße 101 zwischen Limmringhausen und Dreibäumen ist eine unendliche Geschichte – seit über 40 Jahren. Darin erinnert jetzt Henning Rehse (WNKUWG) in einer Mail an den Innenminister Herbert Reul – und der in dieser Eigenschaft auch Mitglied des Kabinetts ist. Er bittet Reul als dem „zukünftigen direkt gewählten Landtagsabgeordneten für Wermelskirchen“, das Thema eines durchgängigen Radweges auf kleinem Dienstweg der „Kollegin Brandes und den Verantwortlichen bei Straßen.NRW“ anzutragen.

Am Bürgermonitor hatte ein BM-Leser auf die verheerende Rad- und Fußwege-Situation entlang der L101 aufmerksam gemacht. Die fehlenden Wege auf dieser vielbefahrenen Höhenstraße gefährden besonders Fahrradfahrer.

Henning Rehse: „Diese Radwegeverbindung war schon ein Thema, als ich 1979 in die Kommunalpolitik einstieg.“ Der damalige, in diesem Wahlbezirk direkt gewählte CDU-Stadtverordnete Helmut Görne hatte das Thema immer wieder angesprochen. Seine nunmehr den Wahlkreis im Stadtrat vertretende Schwiegertochter Karin Görne unternehme ebenfalls seit Jahren unermüdliche Anstrengungen, damit dieser Radweg gebaut werde. „Kürzlich besprachen wir das Thema und stellten gemeinsam fest, dass leider über 40 Jahre ins Land gegangen sind, ohne dass sich etwas getan hat“, so Rehse.

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Zu einem Radweg entlang der durchweg eben auf einem Höhenzug verlaufenden Landstraße 101 gebe es keinerlei Alternative, schreibt Rehse. In Hückeswagen existiere bereits bis zur Stadtgrenze ein Radweg; dann fehle er zwischen Dreibäumen und Stumpf komplett, zwischen Stumpf und Dabringhausen gebe es Abschnitte und zwischen Dabringhausen und Limmringhausen fehle er wieder ganz. Ab Limmringhausen gebe es eine Alternative über Maria in der Aue und durch das Eifgental bis Altenberg.

Es sei dringend geboten, so der Kommunalpolitiker an Reul, die Lücken sowohl im Interesse der Verkehrssicherheit als auch der Attraktivität des Bergischen Landes für den Rad-Tourismus zu schließen.

Inzwischen hat auch der ADFC-Ortsverband nach der Berichterstattung der Bergischen Morgenpost über die fehlenden Radwege entlang der L 101 Kontakt zu Behörden aufgenommen. Die Vorsitzende Sabine Krämer-Kox: „Der Landesbetrieb Straßen hat ein großes Problem: Viele Projekte, aber keine Firmen, die es umsetzen können.“ Laut Krämer-Kox seien die finanziellen Mittel vorhanden. „Allein im Bereich der Kreis Rhein-Berg und Oberberg gibt es zehn Projekte, die nicht umgesetzt werden können, da keine Firmen da sind.“

Ähnliches gelte seit langem auch für Firmen, die Straßenmarkierungen durchführen. „Da gibt es wohl nur eine Firma, die ein großes Gebiet abzudecken hat. Und die Wintermonate fallen naturgemäß wegen zu niedriger Temperaturen weg“, berichte Sabine Krämer-Kox.